Bundesregierung stärkt Rohstofftransparenz
ID: 1079470
Beschluss zur Einführung der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) in Deutschland
Staatssekretär Beckmeyer: "Der heutige Beschluss ist für die internationale Rohstoffpolitik der Bundesregierung ein wichtiger Schritt. Mit der Umsetzung in Deutschland stärkt die Bundesregierung EITI als globalen Standard. Damit setzen wir ein wichtiges politisches Signal, um ressourcenreiche Entwicklungs- und Schwellenländer im gemeinsamen Kampf gegen Korruption im Zusammenhang mit Rohstoffgeschäften zu stärken. Wir wollen dadurch weitere Länder ermutigen, sich mit Vorbildfunktion und Marktmacht in die internationale Transparenzagenda einzubringen."
Clare Short, Vorsitzende des EITI-Vorstands sagte: "Mit ihrer Entscheidung, den EITI-Standard umzusetzen, zeigt die Bundesregierung, dass sie sich selbst denselben hohen Transparenzstandards verpflichtet sieht, die sie von anderen Ländern einfordert. Die Bundesregierung hat sich seit Bestehen der EITI immer als starke Befürworterin der globalen Anstrengungen für einen verbesserten Umgang mit natürlichen Ressourcen erwiesen und an diese Anstrengungen geglaubt. Sie ergreift Maßnahmen, um eine gute Regierungsführung bei allen Aspekten des Umgangs mit natürlichen Ressourcen zu gewährleisten. Ich hoffe darauf, dass dieses deutsche Vorangehen in Osteuropa seine Nachahmer findet, nicht zuletzt auch in Ländern, die in erheblichem Maße Energietransit und -förderung betreiben."
EITI ist eine internationale Transparenzinitiative, die auf freiwilliger Selbstverpflichtung von Staaten basiert. Um zu erreichen, dass Erlöse aus dem natürlichen Ressourcenreichtum eines Landes all seinen Bürgern zu Gute kommen, werden hohe Standards für Transparenz eingeführt. Ein Beitritt zu EITI erfordert, dass Informationen über Zahlungen der rohstoffgewinnenden (extraktiven) Unternehmen und entsprechende Einnahmen des Staates transparent und öffentlich zugänglich gemacht werden. Mit einem Beitritt Deutschlands werden auch deutsche Unternehmen und staatliche Stellen, insbesondere auf Länderebene, jährlich berichtspflichtig. Deutschland unterstützt die seit 2003 bestehende Initiative bereits politisch und finanziell.
Bereits heute wird EITI von 44 Ländern und zahlreichen Unternehmen getragen. Die USA sind 2014 beigetreten, Großbritannien, Frankreich und Italien bereiten derzeit ebenfalls ihre Kandidaturen vor.
Staatssekretär Beckmeyer: "Die Einführung des international erfolgreichen EITI-Modells bietet neue Chancen für mehr Transparenz und Dialog im deutschen Rohstoffsektor. Zusammen mit der deutschen Wirtschaft und der Zivilgesellschaft wollen wir in den nächsten Monaten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kandidatur als EITI-Mitglied schaffen."
Über die Annahme der EITI-Kandidatur Deutschlands entscheidet der EITI-Vorstand. Dazu wird die Multi-Stakeholder-Gruppe, bestehend aus Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, einen Arbeitsplan für die Umsetzung der EITI-Initiative in Deutschland erarbeiten. Nach Annahme der Kandidatur Deutschlands durch den EITI-Vorstand ist innerhalb von 18 Monaten der erste EITI-Bericht vorzulegen.
Weitere Infos zu EITI finden Sie hier.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 02.07.2014 - 13:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1079470
Anzahl Zeichen: 4231
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 224 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesregierung stärkt Rohstofftransparenz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Glaser-Handwerk - rund 4.270 selbstständige Betriebe mit derzeit 1.300 Auszubildenden - erhält eine neue Meisterprüfungsverordnung. Der technologische Fortschritt sowie ein zeitgemäßes Prüfungsdesign fordern eine neue Regelung für den Nachweis der meisterlichen Befähigung im Glaser-Hand
Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im November 2014 ...
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im November preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 2,4 % zurückgegangen. Der Anteil der Großaufträge war spürbar unterdurchschnittlich. Die Bestellungen von
Gabriel trifft ukrainischen Premierminister Jazenjuk ...
Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat heute den ukrainischen Premierminister, Arseni Jazenjuk, in Berlin getroffen. Premierminister Jazenjuk informierte in dem Gespräch über die Ende Oktober erfolgten Parlamentswahlen und die Bildung der neuen ukrainischen Regierung.
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Spritpreise gegenüber Vorwoche leicht gesunken ...
Nachdem vor allem der Benzinpreis in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen war, sind die Preise beider Kraftstoffsorten im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht gesunken. Wie die aktuelle Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1
Die Stromwelt wird bunt ...
Auch in diesem Jahr ging es wieder bunt zu auf dem Betriebshof der Stromnetz Hamburg, denn der diesjährige Wettbewerb "Bodypainting für Netzstationen" hat wieder großen Anklang gefunden. Zu diesem kreativen Wettstreit lädt der städtische Versorgungsnetzbetreiber Stromnetz Hamburg Gmb
Windparkfinanzierung aus Bankensicht - Änderungen durch das neue EEG? ...
Das neue EEG sorgt aktuell für reichlich Unruhe in der Branche. Die Auswirkungen auf die Projektfinanzierung als entscheidendes Element bei der Planung und Realisierung von Windenergieprojekten sind nicht unerheblich. Wer Windparks projektiert muss verstehen, wie die Banken „ticken“. Nur so wir
Deutschland macht sich immer mehr unabhängig ...
.... zumindest im Bereich der Stromerzeugung. Was früher unmöglich war ist heute Realität Moderne Photovoltaikanlagen arbeiten tagsüber und erzeugen hochwertigen Strom der heute in Haus und Industrie direkt verbraucht wird. Durch das erneuerbare Energiengesetz ist es möglich, selbst erzeugten




