Hilfestellungen für die Praxis des Change Managements
ID: 1081041
1. Um zu vermeiden, dass die Einführung beispielsweise eines neuen Prozesses oder einer ITSM-Plattform bei den späteren Usern auf Akzeptanzprobleme stößt, muss sie ausreichend in das Change-Projekt einbezogen werden. Zu diesem Zweck lässt sich etwa einmal wöchentlich ein „Open Door Day“ durchführen, bei dem Vertreter des Projektteams Rede und Antwort stehen. Es können dort auch Konzepte und deren Umsetzung in Prototypen bzw. Piloten präsentiert werden. Im Falle mehrerer Standorte ist alternativ auch eine virtuelle Durchführung per Webcasts realisierbar.
Eine weitere Möglichkeit des Einbezugs besteht darin, Advisory Groups zu bilden, die dem Projektteam beratend zur Seite stehen und ihm aus Benutzersicht ein wichtiges Feedback geben. Zudem muss auch eine Antwort darauf gefunden werden, wie der oft große Kreis an Stakeholdern kontinuierlich informiert wird. Hierfür bietet es sich an, einen regelmäßig erscheinenden Newsletter zu versenden, in dem Neuigkeiten aus dem Projekt dargestellt werden.
2. Bei der Durchführung von Changes im Softwarebereich entstehen während der Implementierungsphase oftmals zahlreiche spontane und manuelle Änderungen, die sich schwer nachvollziehen lassen und deshalb Störungen verursachen. Zur Vermeidung dieser Probleme ist auf eine klare Schnittstelle zum Release Management zu achten, indem nur die dort abgenommenen Releases in das Change Management übernommen werden sollten. Es sollte auch mindestens eine Testumgebung bestehen, auf der das Release per Change eingespielt wird, bevor es in die Produktivumgebung übertragen wird. Weiterhin ist zu empfehlen, dass Abweichungen vom freigegebenen Change dokumentiert und begründet werden müssen.
3. Aus den Change-Tickets ist nicht ersichtlich, welche Configuration Items (CI) verändert und welche nur für die Durchführung des Changes benötigt werden. Eventuell werden die benötigten gar nicht erst erfasst, so dass es während des Changes zu Beeinträchtigungen kommt. Hilfreich ist es deshalb, die im Change Ticket erfassten CIs in zwei Kategorien zu gliedern. Dafür sollten einerseits die während des Changes veränderten CIs und andererseits die für den Change unmittelbar benötigten bzw. beeinflussten Configuration Items genutzt werden. Diese Trennung erlaubt eine problemfreiere Auswertung und Planung.
4. Fachabteilungen zeigen oft Schwierigkeiten bei der Umsetzung eines Change-Prozesses, zusätzlich erschweren komplexe Change-Masken das Verständnis. Den Fachbereichen sollten deshalb vereinfachte Masken zur Verfügung gestellt werden, die sich auf die tatsächlich notwendigen Pflichtfelder beschränken. Die Möglichkeit einer Nutzung der vollständigen Maske sollte als Option trotzdem bestehen bleiben.
5. Häufig findet im Change Management keine Risikobetrachtung statt, weshalb Change-Typen mit einem bestimmten Risikomerkmal versehen werden. Dies kann in der Weise erfolgen, dass die Benutzer Risiko, Dringlichkeit und Auswirkung auswählen und der Change-Typ automatisch gewählt wird. Ist hier keine eindeutige Zuordnung möglich, können auch mit der Auswahl des Change-Typs bestimmte Werte vorgeben werden. Zumindest ein Default-Wert sollte pro Change-Typ angegeben sein.
6. Es treten eine hohe Anzahl Emergency Changes auf, die zwar teilweise in der Qualitätssicherung als nicht berechtigt identifiziert werden, deren Auswahl lässt sich jedoch nicht unter Kontrolle bringen. Ein Ausweg besteht darin, dass die Erstellung eines Emergency Changes an bestimmte Bedingungen geknüpft wird. Hier empfiehlt sich zum Beispiel die verpflichtende Dokumentation des dem Emergency Change zugrunde liegenden Major Incidents.
7. Im SAP-Bereich kommt es immer häufiger zum Einspielen von Emergency-Fixes, die wiederum zu einer erheblichen Anzahl zusätzlicher Incidents führen. Ein Lösungsweg besteht in der Einführung eines Change-Verfahrens, das im ersten Schritt lediglich auf die Durchführung von Patch- und Release-Updates fokussiert ist. Dadurch kann eine Gewöhnung an formalisierte Prozesse im Change-Bereich erreicht werden.
8. Operative Changes werden zwar dokumentiert, es erfolgt jedoch keine zuverlässige Aktualisierung weiterer relevanter Dokumente. Vermeiden lässt sich dies, indem wiederkehrende Aufgaben während eines Changes als Template verfügbar gemacht werden. Beispiele hierfür sind die Aktualisierung der Configuration Management Database (CMDB) und der Handbücher oder das Deaktivieren und Aktivieren von Datensicherungen. Diese Templates sollten zur allgemeinen Gültigkeit und Vermeidung von Duplikaten zentral verwaltet werden.
9. Im ITSM-Tool sind viele veraltete und doppelte Change-Templates vorhanden, so dass für den Benutzer unklar ist, bei welchen es sich um die aktuelle Version handelt. Dieses Problem lässt sich lösen, indem die Verantwortung für die Template-Pflege des Changes auf bestimmte Teams oder lokale Change Manager übertragen wird. Ausschließlich ihnen obliegt es dann, Templates für die eigene Gruppe zu erstellen und für deren Aktualisierung zu sorgen. Diese Verantwortung zur Pflege muss für jedes Change-Template definiert werden, ansonsten darf keine Freigabe zur Nutzung erfolgen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über die ITSM Consulting AG
Die ITSM Consulting AG ist ein unabhängiges, international tätiges IT-Beratungshaus in den Bereichen der Prozessoptimierung und Organisationsberatung durch IT Service Management. Die Kernkompetenzen umfassen darüber hinaus die effektive und effiziente Steuerung von IT-Organisationen im Sinne einer zeitgemäßen und zielgerichteten IT-Governance. Gleichzeitig gehört die ITSM Consulting AG zu den wenigen durch den TÜV akkreditierten Schulungshäusern für ISO/IEC 20000 und sämtliche ITIL®-Ausbildungsgänge in Deutschland. Zudem werden COBIT®- und PRINCE2®-Schulungen angeboten. www.itsm-consulting.de
Datum: 07.07.2014 - 10:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1081041
Anzahl Zeichen: 5595
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Robin Heinrich
Stadt:
50354 Hürth
Telefon: 02233 6117-75
Kategorie:
Internet
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 07.07.2014
Diese Pressemitteilung wurde bisher 393 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hilfestellungen für die Praxis des Change Managements"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
denkfabrik groupcom GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zwar haben sich Großhändler in ihrer klassischen Funktion typischerweise zwischen den Lieferanten und dem Einzelhandel positioniert. Eine Doppelstrategie im E-Commerce eröffnet ihnen aber die Möglichkeit, auch die Endkunden unmittelbar zu adressieren. „Die höheren Wachstumspotenziale im e
Kundenportal für die Müllentsorgung in Düsseldorf erhält Sicherheits- und Qualitätszertifizierung ...
Über das Kundenportal der AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH für die Abfallentsorgung in Düsseldorf stehen den Immobilien-verantwortlichen vielfältige Selfservices zur Verfügung, die über PCs oder mobile Endgeräte genutzt werden können. Damit die Kunden dabei au
Stärkerer Business-Fokus bei den IT-Services durch rollenbasiertes Prozessmodell ...
Zunehmend setzt sich in den IT-Organisationen die Position des Business Service Managers für die Betreuung der Geschäftsbereiche durch. Dies geht mit entscheidenden Veränderungen in den Verantwortlichkeiten einher, da er in seiner koordinierenden und steuernden Funktion einen unmittelbaren Durchg
Weitere Mitteilungen von denkfabrik groupcom GmbH
TwoTickets.de stellt den "SchwarzLichtHof" vor ...
Bremen, 07.07.2014. Der Veranstaltungskalender und Freikarten Club TwoTickets.de (https://www.twotickets.de/) vergibt Freikarten für Schwarzlichtminigolf im SchwarzLichtHof am 16.08.2014 in Bremen. Minigolf im Dunkeln ist ein neuer Trendsport, den es erst in wenigen deutschen Städten gibt: Seit
Die 10 Business Todsünden in den sozialen Netzwerken ...
Social Media wird immer wichtiger ? auch für Unternehmen. Aber immer mehr sind verunsichert und fragen sich, wie weit man als Marke oder Unternehmen, in den Social-Media Netzwerken gehen darf. Auf die Pauke hauen oder stilles Mäusschen sein? Kurz gesagt: die Mischung macht´s. Hier eine Zusammenst
Suchmaschinenoptimierung & Online Marketing - Das Inhouse Coaching ...
Unternehmer verlassen sich bei der Beauftragung und Optimierung Ihrer Webseite meist ausschließlich auf Ihre zuständige Agentur. Verständlich, sollte eine Webagentur ja wissen, wie es richtig geht. Aber selbst größere Agenturen produzieren - in marketing- und SEO-technischer Hinsicht - auch heu
Das Erstgespräch mit der SEM Agentur - Welche Suchphrasen benutzen die Zielgruppen? ...
Die Adwords Agentur www.adwords-agentur24.de besteht bereits seit zehn Jahren und beschäftigt zehn Mitarbeiter. Die Dienstleistungen bestehen vor allem darin, die Google Werbeanzeigen ihrer Kunden zu verwalten und zu optimieren, sodass deren Zielgruppe die relevanten Suchphrasen benutzen können




