LVZ: Afghanistan/Krisenhilfe: Müller: Es fließt zu viel Geld in militärische Krisenreaktion / GIZ-Direktor: "Wir kommen auch ohne Bundeswehr gut zurecht"
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das Signal zur Fortsetzung der internationalen Wiederaufbauhilfe in
Afghanistan gerade nach den Präsidentschaftswahlen für besonders
wichtig. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe)
sagte Müller: "Das Land ist weit gekommen, aber es steht viel auf dem
Spiel und gerade jetzt nach den Neuwahlen, ist das Signal zur
Fortsetzung der Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig." Müller
bedauert, dass immer wieder zu viel Geld für militärische
Kriseneingriffe aufgewendet werde, aber zu wenig Mittel in die zivile
Stabilisierung flössen. "Man muss die Investitionen immer vom Ende
her denken." Ebenfalls gegenüber der "Leipziger Volkszeitung"
(Mittwoch-Ausgabe) betonte der für Afghanistan zuständige
Landesdirektor der bundeseigenen Deutschen Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit, Peter Palesch: Die gut laufenden
Entwicklungsprojekte in den Nordprovinzen Faizabad und Kundus
"zeigen, dass wir auch ohne Bundeswehr ganz normal weiter arbeiten".
Die zivile Zusammenarbeit der GIZ "ist nicht an die Anwesenheit der
Bundeswehr in Afghanistan gebunden". Im Norden arbeite man jetzt
schon in vielen Gebieten, in denen keine internationalen Truppen mehr
stationiert seien. "Für uns das Wichtigste ist die Akzeptanz der
Bevölkerung. Das ist unser bestes Sicherheitskonzept." Den Medien in
Deutschland hielt Palesch vor, sie verbreite sehr gerne negative
Nachrichten aus Afghanistan. "In unserer praktischen Arbeit stellen
wir dagegen fest, dass trotz der schwierigen Grundstimmung, die es
gibt, sehr gute Wirkungen erzielen können." Der deutsche
GIZ-Koordinator für Afghanistan verwies darauf, dass er jeden Tag
spüre, wie sehr die einheimische Bevölkerung an der deutschen
Zusammenarbeit interessiert sei. "Wäre es anders, könnten wir in
schwierigen Sicherheitslagen gar nicht weiter arbeiten."
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Datum: 09.07.2014 - 06:00 Uhr
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