Nach der Wahl droht Opel die Abwicklung
ID: 108292
Nach der Wahl droht Opel die Abwicklung
"Offensichtlich setzt die Bundesregierung in trautem Einvernehmen mit dem General Motors Management auf Zeit. Für Opel wird damit eine Insolvenz nach der Bundestagswahl immer wahrscheinlicher, die ohnehin die bevorzugte Lösung des marktradikalen Bundeswirtschaftsministers ist", erklärt Ulla Lötzer, nachdem die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und General Motors über die Zukunft des in die Krise geratenen Automobilherstellers erneut ergebnislos abgebrochen wurden. Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Internationale Wirtschaftspolitik und Globalisierung weiter:
"Die Bundesregierung und die US-Administration verfügen bei General Motors und im Beirat der Opel-Treuhand über eine Mehrheit. Doch beide Regierungen werden ihrer industriepolitischen Verantwortung nicht gerecht und begnügen sich mit einer Moderatorenrolle. Die Konzepte von Magna noch RHJ sehen Werksschließungen im europäischen Ausland, massenhafte Stellenstreichungen und Sozialabbau vor. Auf diese Weise soll eine stärkere Position im Wettbewerb erreicht werden. Und beide Bieter wollen dafür auch noch in beträchtlichen Umfang Steuergelder kassieren.
Doch statt mit der US-Regierung, GM und den betroffenen europäischen Regierungen über die Absicherung der 50.000 Arbeitsplätze in Europa zu verhandeln und Konzepte für einen ökologischen Umbau Opels zu einem Mobilitätskonzern zu entwickeln, macht Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Gutenberg klar: Diese Regierung hat kein Konzept für einen zukunftsfähigen Automobilhersteller. Industriepolitik ist für sie ein Fremdwort. Die überlässt sie lieber GM, Magna oder RHJ. Auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier geht lieber mit seinem Deutschland-Plan auf Tour, als sich im Hier-und-Jetzt um die Standortsicherung und die Zukunftsfähigkeit von Arbeitsplätzen zu kümmern. Diese Verantwortungslosigkeit der Politik gegenüber den Beschäftigten ist ein Skandal.
DIE LINKE fordert seit Beginn der Opel-Krise, dass Staatshilfen nur zum Erhalt von Arbeitsplätzen und nicht zu deren Abbau vergeben werden dürfen und dass dies mit einer Beteiligung der betroffenen Bundesländer und des Bundes verbunden werden muss. Zusammen mit den Beschäftigten, den Händlern und Zulieferern ließe sich auf dieser Grundlage ein echter Deutschland-Plan für Opel entwickeln."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.08.2009 - 17:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 108292
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 377 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nach der Wahl droht Opel die Abwicklung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
DIE LINKE (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesinnenminister Lothar de Maizière wollen den Zustrom von Flüchtlingen "spürbar und nachhaltig reduzieren." Auf die Kritik zu den massiven Rüstungsexporten unter Sigmar Gabriel reagiert der Wirtschaftsminister mit dem Vorschlag
Merkel macht weniger Schutz bei Zeitarbeit und Werkverträgen zur Chefsache ...
Bundeskanzlerin Merkel will nach dpa-Informationen die Pläne von Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD) für eine stärkere Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen entschärfen. Sie will maximal die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umsetzen. Die CSU soll gar über einen Bruch des Koalitionsv
Militärmissionen im Irak und Mali nicht ausweiten, sondern beenden ...
"Diese Bundeswehreinsätze sind kein Beitrag für Frieden, sondern Ausdruck einer militarisierten Außenpolitik", erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand und verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute vom Bundeska
Weitere Mitteilungen von DIE LINKE
Zahl der Riester-Renten steigt sprunghaft ...
> Besonders beliebt bei Frauen und Ostdeutschen, aber Geringverdiener halten sich noch zurück Die staatlich geförderte Riester-Rente hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Riester-Verträge haben vor allem in Ostdeutschland stark zugenommen und werden zunehmend von Frauen i
Abwrackprämie abwracken ...
> "Die öffentlich gewordenen Betrugszahlen machen eins deutlich: Die Abwrackprämie gehört abgewrackt", so Lutz Heilmann zu den Einschätzungen von Experten, dass Autos, die in Deutschland offiziell abgewrackt wurden, massenhaft ins Ausland weiterverschoben worden sind. Der naturpoli
Eltern mit Behinderungen nicht von Elternassistenz ausschließen ...
> Eltern mit Behinderungen müssen genauso wie Eltern ohne Behinderungen ihr Kind erziehen können Anlässlich der gestrigen Mitteilung des Verwaltungsgerichts Minden, einer Mutter mit Behinderung eine sogenannte "Elternassistenz" zugesprochen zu haben, erklärt der Beauftragte de
Rechtsanwaltsvergütung: Gesetzgeber klärt den Begriff der Anrechnung ...
> Heute ist mit dem neuen § 15a des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes eine für Rechtsanwälte und Gerichte bedeutsame Änderung des anwaltlichen Vergütungsrechts in Kraft getreten. Mit dem neuen § 15a RVG (enthalten im Gesetz zur Modernisierung von Verfahren im anwaltlichen und notariellen




