Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Verkaufsplänen bei Karstadt
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Hoffnungsträger gestartet. Der Milliardär und Kunstmäzen sollte
Karstadt zurück in die Gewinnzone führen. Sollte! Tatsächlich kam
nichts von ihm. Notwendige Investitionen blieben aus. Umsätze
schrumpften weiter. Schlimmer noch: Der angeschlagene
Warenhauskonzern schreibt nach wie vor Millionenverluste. Berggruen
fiel nur ein, die Luxus-Häuser in Berlin, München & Co. zu verkaufen.
Und sonst? Fehlanzeige. Berggruen ist mit Karstadt gescheitert. Nun
will er das sinkende Schiff verlassen - sofern sich die
Verkaufsspekulationen bewahrheiten. Das hat auch Eva-Lotta Sjöstedt
erkannt, die vor wenigen Tagen als Chefin das Handtuch warf, weil sie
keine Unterstützung erhielt. Karstadt steuert auf die nächste
Insolvenz zu. Dass nun womöglich ein anderer Finanzinvestor zum Zuge
kommt, lässt nichts Gutes erahnen. Es besteht die Gefahr, dass der
neue Eigentümer nur an den besten Immobilien der 83 Warenhäuser
interessiert ist. Die Filetstücke werden versilbert. Bei Karstadt
droht der Ausverkauf.
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Andreas Kolesch
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Datum: 11.07.2014 - 20:30 Uhr
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Bielefeld
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Wirtschaft (allg.)
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