Märkische Oderzeitung: kommentiert die israelische Offensive im Gazastreifen:

Märkische Oderzeitung: kommentiert die israelische Offensive im Gazastreifen:

ID: 1083714
(ots) - "Kein Staat der Welt kann es hinnehmen -
wenn er sich denn nicht selbst aufgeben will -, dass sein Territorium
von außen permanent unter Feuer genommen wird. Das gilt auch dann,
wenn die Raketen, wie sie derzeit vom Gazastreifen auf Israel
abgeschossen werden, im Regelfall selten größeren Schaden anrichten.
Potenziell tödlich sind sie allemal; abgesehen vom Dauerstress für
die Bevölkerung, die im permanenten Ausnahmezustand lebt. Etwa 12 000
dieser Raketen sollen seit 2005, also seit dem israelischen Rückzug
aus Gaza, auf den jüdischen Staat niedergegangen sein.

Die Frage ist: Wie kann Israel mit dieser Situation umgehen? Das
Land reagiert militärisch. Wenn der Geschosshagel im Gefolge
politischer Spannungen dichter wird, steigert sich der Einsatz, der
bis zum Einmarsch in den Gazastreifen reichen kann. Das war 2009 so
mit der bislang massivsten Operation; etwas Ähnliches könnte jetzt
wieder bevorstehen. Das Ergebnis lässt sich vorhersehen. Schon jetzt
sind die Verluste auf der Gegenseite hoch, darunter viele
Unschuldige, die nur deshalb Opfer werden, weil sie keine Möglichkeit
zur Flucht haben oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ost sind.
Es muss allerdings auch darauf hingewiesen werden, dass die Hamas die
eigene Bevölkerung als Geisel nimmt, indem sie ihre Waffenlager,
Abschussbasen, Treffpunkte mitten in Wohngebiete legt. Die Hamas soll
ein ganzes Tunnelsystem gegraben, Schutzräume für die Menschen nicht.
So werden mutwillig zivile Opfer produziert, um der Welt das "Werk
der verbrecherischen Zionisten" präsentieren zu können. Dass die
Israelis zivile Bewohner zuweilen auch telefonisch vorwarnen, dürfte
es auf der Welt nicht oft geben. Trotzdem sind die sogenannten
Kollateralschäden hoch."



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drucken  als PDF  Märkische Oderzeitung: kommentiert die Wahlen in Afghanistan: Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Ukraine: Die Guten gibt es nicht, Von Ulrich Krökel
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Datum: 13.07.2014 - 19:00 Uhr
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