Vom Campus Hochschule Bremen zum Campus Neustadt: "Alte Neustadt und Hochschule integriert denken"
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Expertengruppe entwickelt zehn Ideen für die Stadtentwicklung
"Hochschulen brauchen die Stadt, und die Stadt braucht ihre Hochschulen", heißt es im Editorial der Broschüre. Das große Potential von Hochschulen für urbanes Leben und die Innenstadt- und Quartiersentwicklung ist in allen großen Städten zu beobachten. Zentraler Ansatzpunkt des Workshops "Campus Neustadt" war die Fragestellung, wie die zentralen Profillinien der Hochschule Bremen - Praxisorientierung und Internationalität - mit den Entwicklungszielen des Quartiers synergetisch zu verbinden seien. Dabei sollen die Alte Neustadt und die Hochschule Bremen integriert gedacht werden mit dem Ziel, die Sichtbarkeit von Wissenschaft in der Stadt zu verbessern.
Daraus sind diese zehn Ideen enstanden:
Die Hochschule soll, darin sind sich alle Beteiligten einig, vor allem zu einem sichtbaren Knotenpunkt im Quartiersnetzwerk in der Neustadt werden. Für gemeinsame Veranstaltungen, Aktionen oder Institutionen im Stadtteil könnten die Studiengänge "Angewandte Freizeitwissenschaft" und "Tourismusmanagement " erste wertvolle Anregungen formulieren.
Für das studentische Wohnen am Hohentorsplatz sollen konkrete Vorschläge für zukunftsorientierte Wohnideen für eine heterogene Studentenschaft erarbeitet werden. Die Realisierung wird vom Expertenkreis als günstig eingestuft.
Um das Potential des Lucie-Flechtmann-Platzes auszuschöpfen, sind neue Nutzungsformen bzw. Programme vonnöten. Dafür braucht es eine Qualifizierung und Perspektive dieses öffentlichen Raumes, der Impulse für den Stadtteil setzt.
Gemeinsames Terrain der Hochschule Bremen sind die Neustädter Wallanlagen. Sie umschließen den Innenstadtkern Bremens und verbinden die Adressen der Hochschule. Um die interne und externe Kommunikation zu befördern, soll die Wallanlage als Campusadresse etabliert werden.
Die Hochschule öffnet sich zum Open Campus lautet eine weitere Option: Hier wird vorgeschlagen, am Campus Neustadtswall punktuell Nutzungsoptionen wie ein Café im E-Gebäude, die Öffnung des WKL-Gebäudes zum Park oder eine "Skylounge" auf dem Dach des AB-Gebäudes zu prüfen. Im ehemaligen Ortsamt, das bereits von der Hochschule genutzt wird, ließen sich Räumlichkeiten für eine Kindertagesstätte oder für andere Zwecke schaffen.
Die vorhandenen Leerstände und Mindernutzungen im Quartier bieten Potential für eine neue Urbanität, um die Alte Neustadt zu einem lebendigen Viertel der Innenstadt weiterzuentwickeln. Daher soll ein Leerstandskataster mit Quartierskonzepten erstellt werden, um sich einen Überblick zu verschaffen und gegebenenfalls neue städtebauliche Konzepte zu erarbeiten.
Ebenso wird ein Verkehrsberuhigungskonzept angeregt, mit dessen Hilfe sich die Aufenthaltsqualität verbessern und die Ansiedlung von Geschäften oder Wohnhäusern fördern ließen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf die Langemarckstraße im Bereich des ehemaligen Ortsamtes und des gegenüberliegenden M-Gebäudes der Hochschule sowie auf Teile der Westerstraße gerichtet werden.
Die zentrale Lage des Bahnhofs Neustadt und dessen solide Architektur prädestinieren diesen Ort für die Schaffung von Arbeitsräumen für kreatives Arbeiten sowie für ein Restaurant.
Ein weiterer Vorschlag zielt auf die Erweiterung der Hochschule auf dem Stadtwerder am Standort Werderstraße ab. Bei der Prüfung des Erweiterungsbedarfs wird auch die "Umgedrehte Kommode", der ehemalige Wasserspeicher, in die architektonischen und stadtgestalterischen Überlegungen einbezogen, um dieses markante Gebäude gegebenenfalls als interdisziplinäres Forschungsgebäude weiterzuentwickeln.
Als prominenten Ort mit Gäste- und Seminarräumen oder als Studienort bringt der Expertenkreis schließlich die Weserburg auf dem Teerhof als Hochschuladresse ins Gespräch. Der mögliche Umzug des Museums für moderne Kunst bietet die große Chance, die Hochschule Bremen auf dem Brückenkopf in die Alte Neustadt besser wahrnehmbar werden zu lassen. Die Anforderung an den Umbau dieser attraktiven Immobilie und den Hochwasserschutz sind allerdings hoch, so dass die Wirtschaftlichkeit sorgfältig geprüft werden muss.
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Datum: 16.07.2014 - 13:45 Uhr
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