Weser-Kurier: Zur ungelösten Zypernfrage schreibt Susanne Güsten:

Weser-Kurier: Zur ungelösten Zypernfrage schreibt Susanne Güsten:

ID: 1086530
(ots) - Trauriger Jahrestag - die Mittelmeerinsel Zypern
ist seit 40 Jahren geteilt. Am 20. Juli 1974 schickte die Türkei ihre
Soldaten in den Nordteil der Insel und reagierte damit auf einen
Putsch griechischer Nationalisten in Nikosia, die den Anschluss
Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten. Die türkischen Truppen
sind bis heute geblieben, genau wie das beiderseitige Misstrauen
zwischen den beiden Volksgruppen. Nach vier Jahrzehnten Teilung gibt
es jetzt Hoffnung auf einen Neuanfang, weil Griechen und Türken
gleichermaßen von der Trennung genug haben. Und weil sie sich
Vorteile von einer Wiedervereinigung versprechen. In den Jahren nach
2002 ging die Türkei als Schutzmacht der türkischen Zyprer mit neuer
Flexibilität an die Frage einer Vereinigung, weil sie mit ihrer
EU-Bewerbung weiterkommen wollte. Die griechischen Zyprer lehnten vor
zehn Jahren einen UN-Friedensplan für die Einheit ab; EU-Mitglied
wurden sie trotzdem, während der unter einem internationalen
Handelsembargo stehende türkische Inselsektor isoliert blieb. Jetzt
wird neu verhandelt auf Zypern, über einen Plan, der dem damaligen
UN-Entwurf ähnelt: Griechen und Türken sollen in ihren jeweiligen
Inselteilen weitgehende Autonomie genießen, aber unter dem Dach eines
gemeinsamen Staates zusammenleben. Dass die neuen Verhandlungen von
neuen Hoffnungen begleitet werden, liegt nicht am türkischen
EU-Engagement, das seit einiger Zeit erlahmt ist. Sowohl die von der
Finanzkrise gebeutelten griechischen Zyprer als auch die verarmten
türkischen Inselbewohner erhoffen sich von der Einheit einen
wirtschaftlichen Aufschwung: Unter dem Meer vor den Küsten Zyperns
sind riesige Gasvorräte entdeckt worden. Deren Ausbeutung wäre mit
einem gemeinsamen Staat wesentlich einfacher als unter den
Bedingungen der Teilung. Zudem könnte die nahe Türkei als Transitland


für Energie-Exporte dienen. Allen wäre geholfen. So könnten die
wertvollen Bodenschätze am Ende schaffen, was die EU nicht vermocht
hat.



Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Union bringt Blauhelmmission für die Ukraine ins Gespräch WAZ: SPD-Fraktionschef Oppermann fürchtet Kapazitätsprobleme bei deutschen Nachrichtendiensten
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.07.2014 - 21:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1086530
Anzahl Zeichen: 2357

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bremen



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 359 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur ungelösten Zypernfrage schreibt Susanne Güsten:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Weser-Kurier (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stiglitz lobt deutsches Sondervermögen ...
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d

Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass

Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si


Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier


Rheinische Post: Union bringt Blauhelmmission für die Ukraine ins Gespräch ...
Nach dem Flugzeugabschuss in der Ostukraine hat die Union einen UN-Blauhelmeinsatz für die Region vorgeschlagen. "Wir brauchen jetzt schnellstmöglich einen international überwachten Waffenstillstand", sagte Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff der in Düsseldorf erscheinenden "

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar "Putins schwere Schuld" von Ulrich Krökel zur Flugzeugtragödie in der Ostukraine ...
Die Reaktion des Kremls auf die Flugzeugtragödie in der Ostukraine zeigt einmal mehr die Unverfrorenheit, mit der Wladimir Putin in dem blutigen Konflikt handelt. Die Regierung in Kiew sei für die Katastrophe verantwortlich, denn "natürlich trägt der Staat, über dessen Territorium sic

Stuttgarter Nachrichten: zum Flugzeug-Abschuss: ...
Wer ist schuld? Darf man die Frage überhaupt so stellen? Sind nicht alle für diesen Absturz mitverantwortlich, die den Konflikt in der Ostukraine anheizen, um in ihren Ländern das eigene Süppchen zu kochen - unfähig, ins friedensstiftende Gespräch zu kommen, unwillig, schmerzhafte Kompromi

BERLINER MORGENPOST: Putins Krokodilstränen / Leitartikel von Jochim Stoltenberg ...
Spätestens mit dieser Tragödie ist der Krieg um die Einheit der Ukraine und die politische Dominanz in Kiew und Donezk nicht länger ein rein europäisches Problem. Es reiht sich ein in die Weltkrisen im Nahen Osten, in Afghanistan/Pakistan und in Teilen Afrikas. Weil die Gefährdungen für Fri


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z