Somalia: Drei Jahre nach der Hungersnot droht erneut Dürre
CARE, Islamic Relief und World Vision warnen: 300.000 Kinder mangelernährt / Hilfe nur zu 27 Prozent finanziert
ID: 1087242
eine Hungersnot ausgerufen, die rund 260.000 Menschenleben forderte.
Nun warnt ein Konsortium von 23 vor Ort tätigen Hilfsorganisationen,
darunter CARE, Islamic Relief und World Vision, dass sich die Zeichen
einer erneuten Dürre und Nahrungsknappheit mehren. Seit Januar hat
das "Somalia NGO Consortium" bereits acht Warnungen herausgegeben.
Vor drei Jahren brauchte es 16 Frühwarnungen und die letztendliche
Erklärung einer Hungersnot durch die Vereinten Nationen am 20. Juli
2011, bis endlich ausreichend Gelder zur Verfügung gestellt wurden.
"Auf eine Nahrungskrise zu reagieren kostet mindestens dreimal so
viel wie vorsorgende Maßnahmen", warnt CARE-Generalsekretär Karl-Otto
Zentel. "Wenn wir die Warnhinweise weiterhin ignorieren, wird der
Preis dafür nicht nur für die Geberstaaten hoch sein, sondern vor
allem für die Gemeinden in Somalia."
In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die
unmittelbar von Nahrungshilfe abhängig sind, von vier Millionen auf
2,9 Millionen reduziert. Grund dafür waren die Aufstockung der Mittel
und ein bisweilen besserer Zugang zu den Gemeinden. Die
Hilfsorganisationen konnten neben der unmittelbaren Nothilfe auch
daran arbeiten, längerfristige Vorsorgemaßnahmen umzusetzen und den
Kreislauf von Dürre und Hunger zu durchbrechen. In den letzten
Monaten aber haben eine sehr schlechte Regenzeit, unzureichende
finanzielle Mittel, Konflikte und Vertreibungen dazu geführt, dass
diese Erfolge nun bedroht sind.
Corinna Blume, Projektverantwortliche für Somalia von World Vision
dazu: "Wir sollten nicht zulassen, dass die gemachten Fortschritte
jetzt verloren gehen, weil die Welt Somalia nicht länger als
Priorität ansieht." Zurzeit sind über 300.000 somalische Kinder
mangelernährt, 2,9 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe zum
Überleben angewiesen. Diese Zahlen werden noch stark ansteigen, wenn
die Unterstützung nicht bald aufgestockt wird. Besonders hart sind
die über 1,1 Millionen Menschen betroffen, die im eigenen Land
vertrieben sind.
Deshalb betonen die Hilfsorganisationen auch die Notwendigkeit,
sicheren Zugang für Helfer zu schaffen. "Die Prinzipien der
humanitären Hilfe müssen von allen Parteien respektiert werden", so
Sabrina Khan, Programmleiterin von Islamic Relief Deutschland. "Wir
benötigen weiterhin die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und
Unterstützung, um Menschenleben retten zu können."
Im Mai dieses Jahres veröffentlichte die Gruppe der
Hilfsorganisationen einen Bericht namens "Risk of Relapse", der die
Situation im Land beschrieb und Handlungsempfehlungen gab. Damals war
die dringend benötigte humanitäre Hilfe für Somalia nur zu 12 Prozent
finanziert. Inzwischen sind es 27 Prozent, aber immer noch nicht die
benötigten mindestens 50 Prozent der Gelder, die zur Jahreshälfte
nötig sind. Konkret bedeutet diese Unterfinanzierung, dass Programme
zur Nahrungshilfe und Versorgung der Bevölkerung beendet werden
müssen.
Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de
Kontakt Islamic Relief:
Nuri Köseli
Tel.: 0221 200 499-25
Mobil: 0176 300 499 25
E-Mail: n.koeseli@islamicrelief.de
Kontakt World Vision:
Silvia Holten
Tel.: +49 6172-763 159
Mobil: +49 175-29 59 758
E-Mail: Silvia_Holten@wvi.org
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.07.2014 - 10:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1087242
Anzahl Zeichen: 3894
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 285 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Somalia: Drei Jahre nach der Hungersnot droht erneut Dürre
CARE, Islamic Relief und World Vision warnen: 300.000 Kinder mangelernährt / Hilfe nur zu 27 Prozent finanziert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CARE Deutschland-Luxemburg e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bonn/Kattowitz, 15. Dezember. Am späten Samstagnachmittag fand die UN-Klimakonferenz COP24 im polnischen Kattowitz ihren Abschluss. Am Ende nahmen die teilnehmenden Länder ein umfangreiches Paket an Entscheidungen an, die insbesondere ein Regelwerk für die Umsetzung des Pariser Klimavertrages
CARE zur Lage im Jemen: "Die Menschheit versagt" Aktueller Bericht sieht 20 Millionen Menschen von Hunger bedroht / CARE unterstützt monatlich eine Million Notleidende ...
"Es gibt eine einfache Definition von Hunger: Sie heißt Versagen. Wenn hunderttausende Menschen vom Hungertod bedroht sind, hat die Menschheit versagt." So kommentiert CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel den heute veröffentlichten Bericht über die Hungersituation im Jemen. Na
Advent, Advent... Ein CARE-Paket statt Krawatte und Socken ...
Wenn der Weihnachtsmann ein Notunterkunfts-Paket samt Planen, Hammer, Nägeln und Schaufel transportieren müsste, würde das womöglich nicht gut gehen. Zum Glück muss er das nicht, denn das übernehmen wir für ihn - und für Sie: Die Hilfsorganisation CARE bietet Ihnen und Ihrer Leserschaft W
Weitere Mitteilungen von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Bilanz eines heißen Wochenendes: 15 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken ...
Am vergangenen heißen Juliwochenende sind in deutschen Gewässern 15 Menschen ertrunken. 13 Personen waren Männer, zwei waren weiblichen Geschlechts. Die tödlichen Unfälle ereigneten sich verteilt über die gesamte Bundesrepublik von Rügen im Nordosten bis Überlingen am Bodensee. Das jüng
Gemeinsame Suchaktion von 300 Rettungsschwimmern aus sechs Nationen in Warnemünde / DLRG Cup vorübergehend unterbrochen ...
DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje hat die Wettkämpfe des 18. Internationalen DLRG Cups in Warnemünde am Samstagnachmittag (19. Juli) vorübergehend für eine Suchaktion unterbrochen. Mehr als 300 Rettungsschwimmer aus sechs Nationen und alle Helfer suchten nach zwei vermissten Kindern. Die beid
Gaza: CARE plant medizinische Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen Krankenhäusern fehlt es an Materialien / CARE-Mitarbeiter: "Es gibt keinen sicheren Ort mehr hier" ...
Die Hilfsorganisation CARE bereitet den Einsatz von Gesundheitsteams in Gaza vor, um die von dem Konflikt betroffene Bevölkerung zu unterstützen. Besonders schwangere Frauen sind gefährdet: "Wir erfahren, dass Schwangere ihr Leben riskieren, um zu Krankenhäusern zu gelangen, weil sie si
Deutsche AIDS-Hilfe zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21. Juli: Leben retten mit Drogenkonsumräumen, Substitution und Naloxon! ...
"Leben retten!" - unter diesem Motto steht in diesem Jahr der Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21. Juli. Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert aus diesem Anlass die Umsetzung erfolgreicher Hilfsangebote, die drogenbedingte Todesfälle vermeiden. "Die Erfahrungen aus




