Wandel im deutschen Markt für Business Intelligence
Die Nachfrage nach Software für Business Intelligence (BI) in Deutschland bleibt laut einer aktuellen Studie des Business Application Research Center (BARC) ungebrochen. Allerdings verschieben sich die Umsatztreiber vom Marktsegment der BI-Anwenderwerkzeuge hin zu dem der Datenmanagementsoftware. Grund hierfür ist nicht zuletzt der Erfolg der SAP.
BARC Marktstudie 2013(firmenpresse) - Würzburg, den 28.Juli 2014: Wie in den Vorjahren konnten Anbieter von Software für Business Intelligence und Datenmanagement in Deutschland auch 2013 Umsätze von über eine Milliarde Euro mit Lizenzen und Wartung erzielen. Der Gesamtumsatz in den beiden wesentlichen Marktsegmenten "BI-Anwenderwerkzeuge" und "Datenmanagement-Software" stieg dabei gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Von den mittlerweile rund 260 Anbietern mit über 600 Produkten erwirtschafteten im vergangenen Jahr 60 Umsätze von mehr als einer Million Euro, bei teilweise dreistelligen Zuwachsraten.
Dies ergab jetzt die BARC-Studie "Der Markt für Business Intelligence in Deutschland 2013", für die alle, BARC bekannten Softwareanbieter für Business-Intelligence (BI) in Deutschland befragt wurden. Aus den Ergebnissen der Datenerhebung wurden quantitative und qualitative Aussagen zum Markt getroffen.
Umsätze der Marktsegmente nähern sich an
Bei näherer Betrachtung zeigt sich eine erhebliche Marktverschiebung zugunsten des Datenmanagement-Segments, die sich in früheren BARC-Studien bereits ankündigt hatte. So stieg 2013 der Umsatz mit solchen Produkten um ganze 20 Prozent (Vorjahr 16 Prozent), während das Wachstum im Segment der BI-Anwenderwerkzeuge nur noch drei Prozent betrug (Vorjahr 11,3 Prozent). Damit sind erstmals beide Marktsegmente in etwa gleich groß (49 zu 51 Prozent).
Die Datenmanagement-Anbieter profitieren derzeit offenbar vor allem von der steigenden Nachfrage nach Big-Data-Technologien, vom wachsenden Bedarf an Datenintegrationstechnik sowie speziell im SAP-Umfeld von "Hana". Ohne die enormen Zuwächse im Backendbereich bei SAP um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wäre der Gesamtmarkt lediglich um 6,6 statt 10,8 Prozent gewachsen.
SAP ist Marktführer im Datenmanagement
Ein Nachsehen hatte der bisherige Marktführer Oracle, der trotz Umsatzplus weder vergleichbare Wachstumszuwächse wie seine unmittelbaren Wettbewerber erzielen, noch ein Vorbeiziehen der SAP verhindern konnte. So bauten die Walldorfer ihren Marktanteil von 20 auf 24 Prozent aus.
Vergleichbare Impulse scheinen dem Segment für BI-Anwenderwerkzeuge 2013 gefehlt zu haben. Immerhin konnte SAP auch hier seine Stellung als Marktführer ausbauen, reichte jedoch trotz Umsatzzuwächsen nicht an die zum Teil hohen Wachstumsraten der Konkurrenten heran. So konnten einige Anbieter ihre Einnahmen mehr als verdreifachen, allerdings ausgehend von einem wesentlich niedrigeren Umsatzniveau. Während einige Top-Performer des Vorjahres das bisherige Tempo nicht halten konnten, wiesen Anbieter wie Blue Yonder, Every Angle, Jaspersoft, Prevero, Rapid-I, Splunk oder Tableau hohe Wachstumsraten auf.
Marktausblick bleibt positiv
"Während der Backend-Markt 2013 florierte, ließ sich im Frontend-Markt eine zunehmende Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung feststellen, die in Deutschland im ersten und zweiten Quartal schwach ausfiel", kommentiert BARC-Geschäftsführer Dr. Carsten Bange die Ergebnisse. Gesicherte Prognosen für 2014 seien zwar aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Lage nur unter Vorbehalt möglich, doch erwarte BARC insgesamt eine weiter positive Entwicklung des deutschen Business-Intelligence-Markts.
Auch der BI-Frontend-Markt werde dabei zu alter Stärke zurückfinden, das Datenmanagement-Segment sich nach dem Höhenflug in 2013 hingegen wieder etwas abkühlen, dank HANA aber ebenfalls weiter wachsen. "Business-Intelligence-Lösungen sind weiterhin hoch priorisiert auf der Agenda von CIOs und Fachbereichen. Spannend wird indes zu sehen sein, welche etablierten und neu in den Markt drängenden Anbieter es dabei auf die Shortlist der BI-Organisationen schaffen werden."
Die BARC-Studie "Der Markt für Business Intelligence in Deutschland 2013"
Bereits zum achten Mal hat BARC detailliert den Business-Intelligence(BI)-Software-Markt in Deutschland untersucht. Erfasst wurden die Lizenz- und Wartungsumsätze für Anwenderwerkzeuge und Datenmanagementkomponenten in Deutschland im jeweiligen Kalenderjahr. Grundlage ist eine Vollerhebung anhand der Selbstauskünfte aller BARC bekannten Anbieter von BI-Lösungen sowie Schätzungen der BARC-Analysten. Die Studie bietet ausführliche Informationen zu folgenden Themen:
-Gesamtumsatz und Marktwachstum der letzten sieben Jahre
-Umfangreiche Informationen zur Marktstruktur und -konzentration
-Detaillierte Zahlen für die 60 größten BI- und Datenmanagementanbieter im Markt
-Umsatz und Umsatzentwicklung für die Segmente BI-Anwenderwerkzeuge und BI-Datenmanagementwerkzeuge
-Ausblick auf die weitere Marktentwicklung
Interessenten könnten diese einmalige Marktanalyse auf der BARC-Website (http://barc.de/der-markt-fur-business-intelligence-software-in-deutschland-im-jahr-2013) bestellen. Zudem sind Leseproben erhältlich.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Business Application Research Center (BARC) ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut in den Bereichen Business Intelligence und Enterprise Content Management. BARC-Mitarbeiter sind seit 1994 in der Evaluation von Business-Intelligence- und ECM-Produkten und Beratung von Unternehmen tätig. Dabei vereinen die BARC-Analysten Markt-, Produkt- und Einführungswissen. Know-how-Basis sind die seit Jahren ständig durchgeführten Marktanalysen und Produktvergleichsstudien, die ein umfassendes Detailwissen über den Leistungsumfang aller marktrelevanten Software-Anbieter und neueste Entwicklungen im Markt sicherstellen. Über 1000 Kunden jährlich, darunter über 90% der DAX100-Unternehmen sowie Behörden und Finanzinstitute, nutzen das vielfältige Angebot von BARC bei der Softwareauswahl-Unterstützung sowie in Beratungs- und IT-Strategie-Projekten.
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Alexander Sascha
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Datum: 28.07.2014 - 07:10 Uhr
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Ansprechpartner: Sascha Alexander
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