Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Neue Studie zum Betreuungsgeld Der falsche Anreiz Alexandr

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Neue Studie zum Betreuungsgeld
Der falsche Anreiz
Alexandra Jacobson, Berlin

ID: 1089710
(ots) - Der Kampf um das Betreuungsgeld erhält neue
Nahrung. Eine Studie der Universität Dortmund und des Deutschen
Jugendinstituts belegt, dass diese unter Schwarz-Gelb auf Drängen der
CSU eingeführte Sozialleistung falsche Anreize liefert. Es bestärkt
gerade Eltern aus einem sozial schwachen, bildungsfernen Umfeld
darin, ihre Kleinkinder nicht in eine Kita zu schicken. Mit
steigendem Bildungsgrad nimmt hingegen das Geld als Anreiz ab. Nur
für 13 Prozent aller Eltern, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen,
sind die 100 Euro pro Monat (ab 1. August 150 Euro pro Monat) der
Grund für die häusliche Betreuung. Wo aber das Geld die Entscheidung
für das Betreuungsgeld maßgeblich beeinflusst, trifft es natürlich
genau die Falschen. Kinder aus benachteiligten Schichten könnten ihre
Startchancen eventuell durch den Besuch in einer Kita verbessern. Den
Eltern dieser Kinder ist kein Vorwurf zu machen. Wer jeden Cent
dreimal umdrehen muss, weil das Haushaltseinkommen nicht ausreicht,
für den sind 150 Euro pro Monat zusätzlich ein überzeugendes Argument
für das Betreuungsgeld. Das ist eine verständliche Reaktion.
Insgesamt gibt es keinen Anlass, den ideologischen Kampf zwischen
Kita und Zuhausebetreuung wieder aufzunehmen. Der Staat hat niemandem
vorzuschreiben, wie und wo seine unter Dreijährigen erzogen werden.
Gerade deshalb gibt es aber auch keinen Grund dafür, Eltern Geld
dafür zu geben, dass sie die Kita-Leistung nicht in Anspruch nehmen.
Das Betreuungsgeld ist überflüssig. Doch nichts ist schwieriger, als
eine einmal etablierte Sozialleistung wieder zurückzudrehen. Die
Politik gibt Fehler nicht zu, und die Menschen freuen sich über ein
kleines Zubrot. Die Hoffnungen ruhen nun wie so oft auf dem
Bundesverfassungsgericht. Das wird 2015 über eine Klage Hamburgs
gegen das Betreuungsgeld urteilen - und vielleicht diesen Fehler der


Politik beheben.



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Datum: 28.07.2014 - 20:45 Uhr
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