Perception beats Performance - woran Manager scheitern
ID: 1090297
- Erste Ergebnisse einer Studie von Roland Berger und Quadriga
Hochschule zum Einfluss von "Performance und Perception" auf
Managerkarrieren
- Gut sein allein genügt nicht, Wahrnehmung von Führungskräften
oft wichtiger als Leistungen
- Manager sollten "Performance-Value" aktiv managen, um
Unternehmen und Karriere zu schützen
Die sachlich-inhaltlichen Erfolge von Managern werden heutzutage
immer häufiger überlagert von der Wahrnehmung der Führungskräfte in
Medien und Öffentlichkeit. Gute Arbeit alleine reicht nicht mehr aus.
Das ist ein erstes Ergebnis der Studie "Perception beats Performance
- woran Manager scheitern", die Roland Berger Strategy Consultants
und das Center of Political Economy (copes) an der Quadriga
Hochschule in Berlin vorgestellt derzeit durchführen.
"Noch in den 90er Jahren wurden Managerkarrieren hauptsächlich
aufgrund von mangelnder Performance beendet", sagt Professor Dr.
Torsten Oltmanns, Partner und Global Marketing Director von Roland
Berger. "Heute ist es genau umgekehrt: Manager scheitern heute zu 80
Prozent an Problemen mit der Perzeption ihrer Arbeit und ihrer
Persönlichkeit." Ein Zwischenfazit der Studie, die im September
abgeschlossen sein wird, lautet daher: Managerinnen und Manager
sollten ihre "Perception" als einen Wert begreifen, der aktiv
gemanagt werden sollte.
"Wahrnehmung von Persönlichkeit und Leistungen eines Managers sind
aber nicht nur für die Karriereentwicklung wichtig, sondern auch für
die Unternehmen", sagt Oltmanns. Für ihre Studie haben Roland Berger
und die Quadriga Hochschule 40 Managerkarrieren in Deutschland und
international sowie aus unterschiedlichen Branchen im Zeitraum von
1990 bis 2014 analysiert. Die betrachteten Kriterien reichen von den
harten Daten wie Aktienkurs, Umsatz- und Gewinnentwicklung etc. über
weiche Faktoren wie Führungsstil, Persönlichkeit sowie Affären oder
Skandale bis hin zu Beziehungen zur Politik oder anderen
Stakeholdern. Zudem wurde das Presseecho erhoben, das die jeweiligen
Personen erzielten. All diese Kriterien wurden gewichtet nach den
Faktoren Performance und Perception und jeweils ein Fazit gezogen.
Die Auswertung ergab einen Wandel, der etwa mit der
Jahrtausendwende eingesetzt hat. Die Bedeutung der Performance als
zentralem Kriterium für die Beurteilung von Managementleistungen nahm
seither stark ab, während die Bedeutung der Wahrnehmung von
Persönlichkeit und Leistungen eines Managers stark zugenommen hat:
Heute werden auch wirtschaftlich erfolgreiche CEOs wegen Problemen
mit ihrem Ruf entlassen - häufig mit entsprechendem Schaden auch für
das Unternehmen selbst.
Eine Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse der Studie können
Sie herunterladen unter: www.rolandberger.de/pressemitteilungen
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Datum: 30.07.2014 - 08:30 Uhr
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