Neue OZ: Neue OZ - Interview mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner
ID: 1094364
Wahlkampfslogan
"Keine Sau braucht die FDP sollte eine Provokation sein" -
Lindner: Landesverbände entscheiden selbst
Osnabrück.- Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hat
geschockt auf den Wahlkampf-Slogan "Keine Sau braucht die FDP" der
brandenburgischen Liberalen reagiert. In einem Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) erklärte Lindner: "Mir hat der
Atem gestockt, als ich die Kampagne erstmals gesehen habe." Aber
die Landesverbände entschieden selbst. "Und man kennt nun die
Pointe", sagte Lindner. Es sei den Kollegen um einen provokanten
Start gegangen, damit die Partei vor der brandenburgischen
Landtagswahl am 14.September wahrgenommen werde. Jetzt werde die
eigentliche Botschaft plakatiert: "Der Mittelstand braucht die FDP".
Mit Blick auf die Große Koalition in Berlin stimme das auch,
betonte Lindner. "Die SPD gibt in allen wichtigen Fragen den Ton an,
und die Union wehrt sich nicht einmal mehr", erklärte der
Parteivorsitzende. "Die Regierung ist vollkommen vom
marktwirtschaftlichen Kurs der letzten Jahre abgekommen." Lindner
nannte die bevorstehenden Wahlen in den neuen Bundesländern wichtige
Meilensteine für die FDP. In Sachsen, wo die FDP mitregiert, sei die
Kommunalwahl mit mehr als fünf Prozent für die FDP ermutigend
gewesen. Die Alternative für Deutschland (AfD) sei nach
übereinstimmender Analyse der Meinungsforscher keine Gefahr für die
FDP. Lindner nannte die AfD insgesamt rückwärtsgewandt. Wettbewerber
der Liberalen seien Union und SPD, "die Deutschlands Stärke durch
teure Geschenke verspielen".
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Datum: 09.08.2014 - 07:00 Uhr
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