Viel-Flieger oder Alleinreisender? Hauptsache weg! / Deutsche Wildtier Stiftung: Zugvögel fliegen alleine oder in Scharen; die ersten sind schon auf der Reise in den Süden
ID: 1095562
Trauerseeschwalben gehören zu den ersten Vogelarten, die sich auf den
langen Weg Richtung Afrika machen. In Holland legen sie am Ijsselmeer
einen Zwischenstopp ein, um zu fressen und während einer Mauserphase
gemeinsam Schutz zu suchen. Bis zu 120.000 Trauerseeschwalben wurden
auf dem größten Binnensee der Niederlande schon gezählt. Nach gut
zwei Wochen setzen die Trauerseeschwalben nach der Mauser dann in
neuer "Reise-Kleidung" den Flug fort.
"Den kleinen Vielfliegern sind am Ijsselmeer neue Großfedern
gewachsen", sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier
Stiftung. Damit die Langstreckenzieher den kraftaufwendigen Flug von
bis zu 10.000 Kilometern schaffen, haben sie sich mit Fisch die
nötigen Fettreserven angefressen. Am Tag legen Trauerseeschwalben bis
zu 1.000 Kilometer zurück - das heißt sie können mit einer
Non-Stopp-Leistung von 3.600 km bis zu dreieinhalb Tage
ununterbrochen in der Luft sein. Nach durchschnittlich acht Wochen
erreichen sie dann abgemagert ihr Ziel an der westlichen
Atlantikküste Afrikas, wo sie sich gerne küstennah an Gewässern und
Seen aufhalten.
Trauerseeschwalben fliegen - wie andere Langstreckenzieher auch -
meist nachts. Denn nachts herrscht weniger Wind, es gibt weniger
Feinde und am Tag bleibt Zeit für die Nahrungsaufnahme. Da die
Trauerseeschwalben aerodynamisch sehr vorteilhaft gebaut sind, nutzen
sie den kraftaufwendigen Ruderflug, um sich fortzubewegen. Eine
Ausnahme unter den Langstreckenziehern bildet die Schwalbe: Sie
fangen ihre Nahrung aus der Luft und fliegen am Tag. Damit sie
währenddessen gut vor Feinden geschützt sind, reisen sie in Gruppen.
Auch Schreiadler gehören zu den Langstreckenfliegern. Sie sind
Thermikflieger und sparen im Gleitflug bis zu 90 Prozent an Energie
ein. Schreiadler nutzen die Aufwinde und können in Höhen bis zu 2000
Metern etwa 100 km/h schnell werden.
Mittel- und Kurzstreckenzieher wie Kraniche oder Gänse fliegen
meist tagsüber in Formation hintereinander. So gleiten auch sie
energiesparend ihrem Ziel entgegen. Dabei unterstützen sich die Vögel
gegenseitig: Kraftaufwendige Flugpositionen werden regelmäßig
gewechselt. Wer lange vorne geflogen ist, kann an anderer Stelle
etwas weiter hinten Energie sparen und sich erholen.
Pressekontakt:
Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg,
Telefon 040 73339-1874, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de,
www.DeutscheWildtierStiftung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.08.2014 - 11:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1095562
Anzahl Zeichen: 2796
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 361 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Viel-Flieger oder Alleinreisender? Hauptsache weg! / Deutsche Wildtier Stiftung: Zugvögel fliegen alleine oder in Scharen; die ersten sind schon auf der Reise in den Süden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Wildtier Stiftung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ein schwarzer Schatten fliegt aus einer Baumkrone auf einen Spaziergänger herab, ein lautes Krächzen ertönt, bevor das dunkle Etwas kurz vor dem Zusammenstoß flatternd wieder abdreht: Dieses erschreckende Szenario kommt derzeit in baumreichen Gegenden häufig vor. Was ist da los? „Was wie ein
Rückkehr nach zwei Jahrhunderten: Wildkatze in Vorpommern nachgewiesen ...
In Mecklenburg-Vorpommern galt die Europäische Wildkatze seit rund 200 Jahren als verschollen. Nun konnte erstmals ein Vertreter dieser scheuen Art in Vorpommern genetisch nachgewiesen werden – auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung bei Strasburg. Es handelt sich um das derzeit nordöst
Am 20. Mai ist Weltbienentag ...
Der Name „Wildbienenhotel“ passt eigentlich nur bedingt: Denn anders als wir Menschen checken die summenden Bestäuber in ihr Hotel nicht ein, um sich wie im Urlaub zu entspannen. Stattdessen wird hier hart gearbeitet: Die Wildbienenweibchen bauen Nestkammern, tragen Blütenpollen und Nektar fü
Weitere Mitteilungen von Deutsche Wildtier Stiftung
NABU kritisiert Kreuzfahrten durch Nordost- und Nordwestpassage/Miller: Schiffe ohne Abgastechnik belasten sensible Arktis ...
Hamburg - Anlässlich der bevorstehenden Kreuzfahrten durch die Nordost- und Nordwestpassage am 13. bzw. 16. August 2014, kritisiert der NABU die Ausweitung dieses Tourismusangebots in das besonders sensible Ökosystem des Nordpolarmeeres. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten schickt mit der "MS Hanse
Gelebter Klimaschutz: Kaminholz richtig sammeln, lagern und entfeuchten ...
Wer Brennholz für den Eigenbedarf selbst erntet und lagert, muss einige Regeln beachten Fast überall in Deutschland liegt er "vor der Tür": der Wald. Immerhin ist ein Drittel unseres Landes mit Bäumen bedeckt. Kein anderes europäisches Land verfügt über derart umfangreiche Ho
BUND-Jahresbericht 2013: Zahl der Unterstützer steigt auf über 500000. Verband fordert Stopp des Freihandelsabkommens TTIP ...
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist 2013 erneut gewachsen. Ende letzten Jahres hatte der Umweltverband erstmals über eine halbe Million Mitglieder und Unterstützer. Das entspricht einem Anstieg von knapp fünf Prozent gegenüber dem Jahr davor. Bei den Einnahmen legte d
Zigarettenstummel erstmals in Deutschland recycelbar ...
Zigarettenstummel konnten bisher noch nicht nachhaltig entsorgt werden. Durch die nationale Umweltinitiative vom Recyclingunternehmen TerraCycle, einem Experten in der Wiederverwertung schwer recycelbarer Abfälle, bekommt Zigarettenabfall jetzt ein neues Gesicht: Zigarettenstummel landen ab sofort




