Für bessere Luftqualität: DBU fördert umweltfreundliche Antriebstechnologien und alternative Kraf

Für bessere Luftqualität: DBU fördert umweltfreundliche Antriebstechnologien und alternative Kraftstoffe

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(ots) - "Wir brauchen dringend alternative Kraftstoffe"

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) begrüßt die Forderung des
Umweltbundesamtes (UBA) nach mehr Engagement für eine bessere
Luftqualität. 47.000 vorzeitige Todesfälle führt das UBA jährlich auf
die schlechte Luft zurück. 35 Prozent aller Menschen würden in
städtischen Ballungsräumen leben, wo sie besonders stark durch den
Ausstoß von Schadstoffen im Straßenverkehr, in der Industrie und
durch Baumaschinen betroffen seien. Gerade einkommensschwächere
Bevölkerungsschichten hätten oft keine andere Möglichkeit, als in der
Nähe von Industrie- und Verkehrszentren zu wohnen. Die Folge:
entzündete Atemwege, Asthma, Lungenkrebs und Herzinfarkte. "Doch mit
der Forderung nach strengeren Grenzwerten für Feinstaub und
Stickstoffdioxid oder Schadstoffnormen für Kraftfahrzeuge ist es
nicht getan. Wir brauchen alternative Kraftstoffe und
umweltfreundliche Antriebstechnologien wie Erdgasmotoren, solange die
Elektromobilität noch nicht flächendeckend zur Verfügung steht",
fordert DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. Die DBU ist hier
seit Jahren tätig und legt auch weiterhin ihren Fokus auf das
Verbessern der Luftqualität durch alternative Antriebsformen.

Bottermann: "Im Hinblick darauf, dass an rund zwei Drittel aller
verkehrsnahen Messstationen die mittlere jährliche Belastung mit
Stickstoffdioxid den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter
deutlich überschritten wird, besteht akuter Handlungsbedarf,
Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Emissionen zu verringern." Die
Vorteile von Erdgas als Antriebsmittel für Autos lägen auf der Hand:
Es produziere drastisch weniger klimabelastendes Kohlendioxid und
weniger Feinstaub, es sei in einem fast flächendeckenden Netz aus
Erdgasleitungen verfügbar, lasse sich gut speichern und ermögliche


ein sauberes Betanken der Autos. Gleichzeitig könnten die
verkehrsbedingten Emissionen durch den Transport von Erdöl, Diesel
und Benzin zu den Tankstellen gesenkt werden. Trotz der vorhandenen
480.000 Kilometer Erdgasleitungen, die in Deutschland bereits unter
der Erde liegen würden, fehlten jedoch ausreichend Tankstellen.

"Mit dem Umstieg auf Erdgasantrieb können wir für das Wohlergehen
und die Gesundheit der Menschen sehr viel erreichen, weil der Ausstoß
von Feinstaub und Stickoxiden drastisch reduziert wird", so
Bottermann. Umso alarmierender sei es, dass der Marktanteil von
Erdgasautos in Deutschland gerade mal bei 0,3 Prozent liege. Das sind
knapp 100.000 Autos. Ganz zu schweigen davon, dass ein Erdgasauto mit
Blick auf die Kraftstoffkosten um rund die Hälfte günstiger sei als
ein Benziner. Die gute räumliche Verfügbarkeit von Erdgasnetzen habe
außerdem den ökologischen Vorteil, dass durch die "Power to
Gas"-Technologie - also durch das Umwandeln von Strom in Erdgas oder
Wasserstoff - aus erneuerbaren Energien erzeugter Überschussstrom in
Form von Gas in die bestehenden Netze eingespeichert werden könne.

Aber auch die Automobilindustrie sei gefragt. "Es hat sich zwar
schon einiges getan, doch die Bemühungen müssen noch deutlich
verstärkt werden, um mehr Modelle mit auf Erdgas ausgerichteten
Motoren auf den Markt zu bringen", sagt Bottermann. "Zunächst hat man
die Benziner auf Erdgas umgerüstet. Da blieb aber sehr viel Potenzial
ungenutzt. Viel effektiver ist es, die Motoren speziell auf den
Kraftstoff Erdgas abzustimmen", so DBU-Experte Dirk Schötz, Leiter
des Referats Energietechnik. Erfolgreich gelungen ist dies in einem
DBU-geförderten Projekt der Firma Meta Motoren- und Energietechnik
aus dem nordrhein-westfälischen Herzogenrath. "Mit einem innovativen
Erdgasmotor wurde gezeigt, dass bis zu 40 Prozent weniger
Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet wird als mit einem
vergleichbaren Benzin-Motor, ohne dass der Motor an Leistung
verliert", sagt Schötz. "Damit kann der Erdgasmotor gegenüber dem
Diesel nicht nur durch vergleichbar geringe Kohlendioxid-Emissionen,
sondern auch durch seinen geringeren Stickoxid- und
Rußpartikel-Ausstoß die Umweltbilanz deutlich verbessern", so Schötz.

Dass Gasmotoren auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge geeignet
sind, hat die Universität Rostock jüngst in einem Forschungsvorhaben
gezeigt. Sowohl Anforderungen bezüglich Schadstoffausstoß als auch
Leistungscharakteristik werden erfüllt. "Damit bietet der Gasmotor
schon jetzt das Potential, auch schärfere Abgasgrenzwerte einhalten
zu können und einen signifikanten Beitrag zur Umweltentlastung zu
leisten", sagt Bottermann.



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