Hightech-Material aus Hochtemperatur-Anlage der PVA TePla verhilft zu neuen Einblicken ins Weltall
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Hightech-Material aus Hochtemperatur-Anlage der PVA TePla verhilft zu neuen Einblicken ins Weltall
Nach mehrjähriger Entwicklungs- und Planungszeit wurde am 14. Mai 2009 das europäische Weltraum-Teleskop "Herschel" mit einer Rakete ins All befördert. Bereits ca. einen Monat später faszinierten die Wissenschaftler die ersten Aufnahmen, die Objekte in großer Entfernung zur Erde in nicht gekannter Detailtreue wiedergeben. Kernstück des Satelliten ist der größte jemals für Weltraumanwendungen gebaute Spiegel, der mit einem Durchmesser von 3,5 Metern ca. 1,5mal größer ist als der des berühmten Hubble-Teleskops. Aufgrund der extremen Anforderungen im Hinblick auf Gewicht, mechanische Stabilität sowie Unempfindlichkeit gegenüber den im Weltraum auftretenden Temperatur¬schwankungen fiel die Wahl beim Spiegelmaterial auf Siliziumcarbid (SiC). SiC ist ein keramisches Material, welches bei hohen Temperaturen im Vakuum hergestellt wird.
Auf diese extremen Herstellungsbedingungen für Hightech-Materialien hat sich die PVA TePla seit vielen Jahren spezialisiert. Von einem französischen Kunden wurde das Unternehmen schließlich beauftragt, eine große Hochtemperatur-Vakuum-Anlage zu bauen. Darin wurden Segmente des Weltraumspiegels ähnlich Tortenstücken bei 2000°C im Vakuum gesintert und erhielten so ihre enorm widerstandsfähige Struktur. Das Herschel Teleskop ist inzwischen am sogenannten Lagrange Punkt L2 in ca. 1,5 Mio. km Entfernung zur Erde "geparkt" und liefert von dort mit seinen zwei Infrarotkameras und einem Spektrometer Bilder aus den Tiefen des Weltalls. Wissenschaftler erwarten sich in den kommenden rund drei Jahren neue Erkenntnisse zur Bildung und Entwicklung von Galaxien, zur Beschaffenheit von Kometen sowie zu Oberflächen und Atmosphären von Planeten in unserem Sonnensystem.
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Datum: 12.08.2009 - 13:17 Uhr
Sprache: Deutsch
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