Naturschutzverbände fordern Schutz der Meeresumwelt bei Windkraft auf See

Naturschutzverbände fordern Schutz der Meeresumwelt bei Windkraft auf See

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Naturschutzverbände fordern Schutz der Meeresumwelt bei Windkraft auf See

Miller: Ein naturverträglicher Ausbau der Offshore-Windenergie ist zu begrüßen



(pressrelations) - >Berlin - Der NABU hat die Inbetriebnahme der ersten deutschen Windkraftanlage auf hoher See begrüßt. Gleichzeitig fordert der Naturschutzverband Behörden und Energiekonzerne auf, beim Ausbau der Offshore-Windenergie den größtmöglichen Schutz für die Meeresumwelt zu gewährleisten. "Wir freuen uns, dass aus Nordseewind künftig klimafreundlich Strom gewonnen wird. Allerdings muss alles dafür getan werden, die schädlichen Auswirkungen auf die Natur zu begrenzen", erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Verschiedene Meerestiere, insbesondere Seevögel und die streng geschützten Schweinswale sehen die Naturschützer bei Bau und Betrieb von Windrädern in der Nordsee bedroht. Der Unterwasserlärm, der beim Rammen der Stützpfeiler in den Meeresgrund entsteht, kann Schweinswale und andere Meeressäuger ernsthaft verletzen und aus wichtigen Lebensräumen vertreiben. Gemeinsam mit der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger (GSM) und der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) fordert der NABU deshalb, dass die Seegebiete für Offshore-Windparks sehr sorgsam ausgewählt werden. In sensiblen Lebensräumen, in denen sich Schweinswale fortpflanzen und ihre Jungen aufziehen, dürften keine Windparks genehmigt werden.

Der Unterwasserlärm bei der Errichtung der Windradfundamente könne durch so genannte Blasenschleier gedämpft werden. Dabei werden auf dem Meeresgrund rund um den Stützpfeiler Hochdruckleitungen verlegt, aus denen ein dichter Vorhang aus Luftblasen perlt. Die Schutztechnik sei beim ersten deutschen Offshore-Windpark "alpha ventus" jedoch nicht wie geplant eingesetzt worden. "Damit ist die Chance vertan worden, den Schallschutz für Kleinwale weiterzuentwickeln und Standards für die Errichtung weiterer Windräder zu setzen", kritisierte Miller.

Deutschland habe sich mit der Nationalen Meeresstrategie selbst verpflichtet, einen Ausgleich von Schutz- und Nutzungsinteressen zu erreichen. Nun stehe Deutschland in der Verantwortung, diesen Weg mit dem Ausbau der Offshore-Windenergie nicht zu verlassen.




Für Rückfragen:
Carsten Wachholz, NABU-Energieexperte, 030-284 984 1617, mobil 0172-4179727.

Dr. Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte, 030-284 984 1626, mobil 0152-09202205.

Ulrich Karlowski, Gesellschaft zur Rettung der Delphine, 089-74 16 04 10.


Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 12.08.2009 - 16:18 Uhr
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