Weser-Kurier: Zur Syrien-Politik der USA schreibt Frank Herrmann:
ID: 1100104
des Kreises. Einmal mehr stürzt ihn das Konfliktknäuel des Nahen
Ostens ins Dilemma. Der amerikanische Präsident, der lange nur eines
wollte, nicht hineingezogen zu werden in die Bürgerkriege einer
Region in Aufruhr, er hat jetzt eigentlich nur die Wahl zwischen zwei
Übeln. Soll seine Luftwaffe die Glaubensfanatiker des Islamischen
Staats (IS) auch in Syrien bombardieren? Im Wissen darum, dass man
damit das Regime Baschar al-Assads stärkt? Oder soll er die
IS-Rebellen nur im Irak angreifen lassen und damit in Kauf nehmen,
dass sie in ihren syrischen Hochburgen schalten und walten können,
wie sie nur wollen? Es war Obama, der Assad einst in kompromisslosem
Ton zurief, dass es Zeit sei, zu gehen. Es war Obama, der Assads
Kommandozentralen um ein Haar mit Cruise Missiles attackiert hätte,
um nach dem Einsatz von Chemiewaffen eine rote Linie zu ziehen -
bevor ihn die Kriegsmüdigkeit der Amerikaner zur Umkehr bewog. Nun
aber sieht er sich förmlich gezwungen, indirekt mit Assad zu
kooperieren, auch wenn keiner seiner Berater das Wort Kooperation
auch nur in den Mund nehmen würde. Der Islamische Staat ist das
größere Übel als Assads brutale Autokratie in Syrien. Die Aussicht,
dass sich am Tigris ein Terrorstaat etabliert wie einst in
Afghanistan, nur diesmal im Herzen des Nahen Ostens, sie diktiert
inzwischen das Handeln. Hinzu kommt das Emotionale: Der barbarische
Mord an dem Journalisten James Foley ließ die Stimmung kippen. Die
Enthauptung hat das amerikanische Wahlvolk derart aufgewühlt, dass es
seinem Staatschef - anders als vor zwölf Monaten bei der Causa
Chemiewaffen - eher übelnehmen würde, würde er Militärschläge gegen
die syrischen Stellungen der Miliz nicht zumindest erwägen.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.08.2014 - 20:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1100104
Anzahl Zeichen: 2119
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 175 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur Syrien-Politik der USA schreibt Frank Herrmann:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Mittelbayerische Zeitung: Erziehung hat Grenzen / Kommentar zum Energiesparlabel für Staubsauger ...
Erst knipste die EU die Glühlampen aus, dann beschlossen die Eurokraten, Kaffeemaschinen kaltzustellen. Jetzt sind aber zuerst alle stromfressenden Staubsauger an der Reihe: Ihnen dreht Brüssel den Saft ab. Doch auch wenn Staubsauger vergleichsweise wenig Strom verbrauchen, hat die Verordnung du
Das Erste, Mittwoch, 27. August 2014, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Christian Schmidt, CSU, Bundeslandwirtschaftsminister, Thema: Importstopp Russland 8.10 Uhr, Claus Weselsky, Bundesvorsitzender Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Thema: GDL Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-7101 Agentur Ulrike Boldt
Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu Putin/Poroschenko ...
Wer vom Aufeinandertreffen Putins und Poroschenkos in Minsk das Ende der Kämpfe in der Ostukraine erwartet hatte, sieht sich enttäuscht. Und durch die Festnahme von russischen Fallschirmspringern bei Donezk wurde endgültig klar, dass Moskau in den Auseinandersetzungen auch militärisch mitmis
Deutsches Wirtschaftswachstum vorerst ausgebremst ...
- KfW Research revidiert Konjunkturprognosen für 2014 auf 1,6% und für 2015 auf 1,5 % nach unten - Gründe sind enttäuschendes Wachstum in Europa, die nachlassende Stimmung der Unternehmen sowie schwaches zweites Quartal - Starker Konsum sorgt 2014 aber weiterhin für erstes




