Westfalenpost: Carsten Menzel zum Straßenzustand
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Straßenverkehrsordnung hat beste Aussichten, landauf, landab der
meist verwendete Hinweis am Fahrbahnrand zu werden. In direkter
Konkurrenz zu Tempolimits. - Mehr, als auf die Löcher, Furchen und
Risse in den Straßen und den Gefahren dadurch hinzuweisen, bleiben
Bund, Land und Kommunen häufig nicht mehr übrig. Für die Sanierung
fehlt das Geld; der Investitionsstau wächst und wächst. Das merken
täglich alle, die hinterm Steuer sitzen: Reisende, Pendler und
Berufskraftfahrer. Alleine für die städtischen Straßen fehlen
bundesweit drei Milliarden Euro, warnt aktuell der Deutsche
Städtetag. Bis in die späten 1980er-Jahre waren es Luxusdiskussionen
in den Kommunen: Soll mehr Geld in Schulen, Spielplätze oder
Kindergärten fließen? Oder ins Straßennetz? Schon damals warnten
einige Wachsame, die Straßeninstandhaltung nicht zu vernachlässigen.
Häufig vergeblich. Inzwischen ist die Finanzsituation der meisten
Kommunen derart desolat, dass es Verteildiskussionen nicht mehr gibt.
Das erfordert umso mehr einen Masterplan fürs Straßennetz, der
festlegt, wie und wann wenigstens die allernotwendigsten Sanierungen
geschultert werden können. Und es braucht Entscheidungen: etwa, ob
teure Neubauprojekte wie ein A 46-Lückenschluss, nur
wünschenwert oder notwendig sind.
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Datum: 28.08.2014 - 21:30 Uhr
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