Neue OZ: Gespräch mit Franz-Joseph Bartmann, Telematik-Vorsitzender der Bundesärztekammer
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zwiespältig
Kammer fordert wissenschaftliche Untersuchung der Effekte von
Fitnesstrackern und Smartwatches
Osnabrück.- Die deutschen Ärzte betrachten den Boom auf dem Markt
für digitale Gesundheitshelfer mit gemischten Gefühlen. "Prinzipiell
ist es eine tolle und vorteilhafte Entwicklung, wenn sich Menschen
intensiver mit ihrem gesundheitlichen Zustand und ihrem
gesundheitsbezogenen Verhalten auseinandersetzen", sagte der
Telematik-Vorsitzende der Bundesärztekammer, Franz-Joseph Bartmann,
der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). "Andererseits beobachten
wir aber auch Entwicklungen, bei denen die Technikverliebtheit im
Vordergrund zu stehen scheint und die medizinische Sinnhaftigkeit
zweifelhaft ist", ergänzte der Mediziner. Fitnesstracker, Apps und
Smartwatches, die Körperdaten sammeln und zum Teil auch analysieren,
werden ein Schwerpunkt auf der an diesem Freitag beginnenden
Internationalen Funkausstellung in Berlin sein. Bartmann forderte,
die Geräte und Konzepte im Einzelfall wissenschaftlich zu
untersuchen. "Und zwar nicht nur im Hinblick auf den medizinischen
Nutzen, sondern auch auf den potenziellen Schaden, der durch solche
Methoden auch entstehen kann." Die Auswirkungen dieses neuen Trends
am individuellen Menschen und auch an der Nutzergruppe seien noch
weitgehend unbekannt, betonte er. Ein besonderes Augenmerk richte der
Ärzteverband auch auf den Datenschutz, da bei diesen Devices oder
Apps häufig unklar sei, ob die Anbieter die gewonnenen individuellen
Gesundheitsdaten an Dritte weitergegeben würden und sie so auch in
falsche Hände geraten könnten.
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Datum: 03.09.2014 - 05:00 Uhr
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