stern-RTL-Wahltrend: AfD gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu, SPD verliert einen - Umfrage: Mehrheit begrüßt schwindenden Einfluss der CSU auf die Bundespolitik
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in den sächsischen Landtag im stern-RTL-Wahltrend 2 Prozentpunkte
zugelegt und kommt jetzt auf 7 Prozent. Auch die Unionsparteien
CDU/CSU gewinnen im Vergleich zur Vorwoche einen hinzu und liegen
jetzt bei 42 Prozent, während die SPD einen verliert und nun 23
Prozent hat. Auch die Linken und die Grünen büßen jeweils einen Punkt
ein und fallen auf 9 Prozent, die FDP bleibt bei 3 Prozent. Auf die
sonstigen kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der
Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 26 Prozent.
"Die AfD ist keine Protestpartei", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner
dem stern, "sie wird gewählt von einem Milieu, das man als
rechtspopulistisch bis rechtsradikal identifizieren kann." Anfällig
für ein solches Weltbild seien etwa zehn Prozent der Wahlbürger. "Die
gehen zeitweilig entweder gar nicht wählen oder parken ihre Stimmen
bei anderen Parteien, auch, aber nicht nur, bei der Union - bis es
wieder eine für sie attraktive Partei auf der rechten Seite gibt." Da
die AfD nach der Sachsen-Wahl salonfähig geredet worden sei, obwohl
sie nicht mehr Stimmen bekommen habe als bei der Bundestags- und der
Europawahl zuvor, werde sie jetzt wohl auch in die Landtage von
Thüringen und Brandenburg einziehen.
In einer weiteren Umfrage im Auftrag des stern untersuchte das
Forsa-Institut anlässlich des Koalitionsstreits um die Maut, wie die
Deutschen zum abgenommenen Einfluss der bayerischen
CDU-Schwesterpartei CSU auf die Bundespolitik stehen. 58 Prozent
finden es gut, dass der Einfluss der CSU auf die Bundespolitik
gesunken ist, nur 24 Prozent sähen es lieber, wenn sich die
Bayern-Partei in Berlin stärker durchsetzen könnte. Auch eine
Mehrheit von 56 Prozent der CDU-Anhänger begrüßt den schwindenden
Einfluss der CSU auf Bundesebene. Bedauert wird diese Entwicklung
mehrheitlich nur von den Befragten in Bayern (46 Prozent) und den
CSU-Anhängern (71 Prozent).
Die Namen der drei CSU-Minister im Bundeskabinett kennen nur
wenige Bundesbürger. 16 Prozent der Befragten konnten Alexander
Dobrindt (Verkehr und digitale Infrastruktur) und nur jeweils 2
Prozent Gerd Müller (Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
und Christian Schmidt (Ernährung und Landwirtschaft) nennen. 12
Prozent nannten falsche Namen, 72 Prozent fiel kein Name ein. Auch
die meisten CSU-Anhänger konnten spontan nicht sagen, wie die
Bundesminister der Partei heißen.
Datenbasis stern/RTL-Wahltrend:
Das Forsa-Institut befragte vom 1. bis 5. September 2014 im
Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502
repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine
computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
Datenbasis CSU-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 4. und 5.
September 2014 im Auftrag des Magazins stern 1005 repräsentativ
ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte
Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz
liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
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Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, Telefon 030 - 20224 239, oder Matthias
Bolhöfer, RTL-Kommunikation, Telefon 0221 - 4567 4227.
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Datum: 10.09.2014 - 07:05 Uhr
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