Neue OZ: Interview mit Klaus-Peter Wolf, Bestseller-Autor
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wie ein Täter
Kommunist geworden, um seinen Vater zu ärgern - "Erfolg ist
ziemlich stabil"
Osnabrück.- Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf hatte in seiner Jugend
ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater: "Mein Vater hat gesoffen.
Ich hätte alles getan, um das Gegenteil von ihm zu werden", sagte
Wolf in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung
(Samstagausgabe). "Also habe ich als junger Mann nie Alkohol
getrunken." Der Wahl-Ostfriese wollte seinen Vater auf die Palme
bringen: "Dafür hätte ich schwul werden können oder Kommunist. Schwul
werden ging nicht. Aber ich konnte natürlich mit kommunistischen
Ideen und Meinungen auftreten." Das habe ihn geprägt.
Seine persönlichen Krisen hätten ihm geholfen, sich besser in
seine Romanfiguren versetzen zu können. Manchmal lebe er so sehr in
der Welt seiner Krimis, dass er wie ein Täter denke. "Wenn ich als
Täter durch die Stadt gehe, erlebe ich sie anders. Als Klaus-Peter
Wolf sehe ich die Eisdiele mit dem leckeren Kokoseis und die
Sparkasse, in der die nette Frau arbeitet. Oder ich suche einen
Parkplatz. Wenn ich als Täter den gleichen Weg gehe, dann suche ich
keinen Parkplatz. Dann suche ich einen Fluchtweg."
Wolf geht davon aus, dass sein Erfolg so schnell nicht enden wird:
"Ich bin von Lesern entdeckt worden. Und die wurden von Buch zu Buch
immer mehr. Und deswegen ist der Erfolg auch ziemlich stabil. Er wird
irgendwann vielleicht weniger werden, aber er bricht nicht einfach so
weg. Das ist sehr schön."
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Datum: 13.09.2014 - 07:00 Uhr
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