Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz stärken
ID: 1110071
der Allianz für Menschen mit Demenz. Es begrüßt die Initiative der
Bundesregierung und setzt sich dafür ein, dass daraus eine umfassende
Demenzstrategie entsteht.
Das Leben von Menschen mit Demenz in Deutschland soll sich in
Zukunft verbessern: Das Bundesgesundheits- und
Bundesfamilienministerium haben deshalb in dieser Woche die Agenda
der Allianz für Menschen mit Demenz vorgestellt. Sie soll unter
anderem dazu beitragen, dass Demenzkranke stärker am
gesellschaftlichen Leben teilhaben und über ihr Leben bestimmen
können als derzeit. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) war an
der Abstimmung der Ziele der Agenda beteiligt und begrüßt die
Initiative. "Dies ist jedoch nur ein erster Schritt zu einer
Demenzstrategie für Deutschland. Weitere müssen folgen", mahnt Dr.
h.c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des KDA, an.
Die Agenda umfasst verschiedene Handlungsfelder. So will der Bund
die Forschung stärken, um Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von
Demenz zu erkunden. Darüber hinaus soll die Agenda unter anderem
rechtliche Fragen klären und dafür sorgen, dass Erkrankte und ihre
Angehörigen umfassender beraten und stärker unterstützt werden.
"Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung wird unter anderem sein,
dass die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen zum Ausgangspunkt
aller Vorhaben gemacht werden. Hier sind alle Allianzpartner
aufgefordert, das ihre beizutragen. Nur so können die Leitbilder der
Agenda - Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe - verwirklicht
werden", sagt Gohde.
Derzeit leben in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen mit
Demenz. Ihre Zahl wird nach aktuellen Prognosen bis 2050 auf drei
Millionen Menschen steigen. Unter anderem vor diesem Hintergrund
haben das Bundesfamilienministerium und das
Bundesgesundheitsministerium die "Allianz für Menschen mit Demenz" im
September 2012 gegründet. Mitglieder der Allianz sind neben den
Ministerien Vertreter der Länder, Verbände und Organisationen, die
auf Bundesebene Verantwortung für Menschen mit Demenz tragen.
Darunter ist etwa die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Selbsthilfe Demenz, der Deutsche Pflegerat und das KDA. Die Agenda
wird in unterschiedlicher Trägerschaft und Verantwortung in den
kommenden Jahren verwirklicht und von der Geschäftsstelle der Allianz
im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
unterstützt. Anfang 2016 soll ein erster Fortschrittsbericht
veröffentlicht werden.
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen
Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren
Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch
seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und
Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer
Menschen zu verbessern.
Ansprechpartnerin:
Simone Helck, E-Mail: presse@kda.de; Telefon: +49 221 931847-10,
www.kda.de
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Datum: 18.09.2014 - 15:44 Uhr
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