Westfalenpost: Der Graben wird tiefer
Von Harald Ries
ID: 1110220
russische Präsident noch, er könne Kiew binnen zwei Wochen einnehmen,
jetzt will er das in zwei Tagen schaffen. Und das gelte auch für
Warschau, Bukarest und die baltischen Hauptstädte. Damals musste man
das nicht zwingend als Drohung betrachten.
Die wohlwollende Interpretation: Putin will nicht die ganze
Ukraine. Sonst hätte er sie schon. Die aktuellen Äußerungen lassen
sich dagegen schwer verharmlosen. Außer man nimmt an, Putin habe sie
gar nicht gemacht und der ukrainische Präsident gelogen. Ausschließen
sollte man nicht nur in Zeiten des Krieges nie etwas. Aber die
Äußerungen passen leider sehr gut zu dem, was zuletzt verbal und
praktisch aus dem Kreml kam.
Könnte Russland das schaffen? Vielleicht nicht so schnell, aber im
Prinzip schon. Will Russland EU- und Nato-Staaten angreifen? Das ist
sehr, sehr unwahrscheinlich. Kann der Westen also beruhigt sein? Auf
keinen Fall. Er muss Vorkehrungen treffen, um solche Aktionen nicht
nur unwahrscheinlich, sondern unmöglich zu machen. Der Graben wird
tiefer, ein Weg zurück zu Entspannung und Vertrauen ist nirgends
erkennbar.
Optimisten könnten es so sehen: Die Sanktionen wirken so gut, dass
Putin die Nerven verliert. Das wäre allerdings auch nicht gerade ein
Grund zur Entspannung.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2014 - 20:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1110220
Anzahl Zeichen: 1594
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 194 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Der Graben wird tiefer
Von Harald Ries"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel zum Streit um das Asylrecht ...
Heute kommt es im Bundesrat zu politischen Showdown, sozusagen zum finalen Schlagabtausch in Sachen Asylrecht. Der Streit geht vordergründig vor allem darum, ob Balkan-Staaten wie Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro künftig als sichere Herkunftsländer gelten sollen. Die Bundesregierun
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum CSU-Vorstoß zur Redezeit im bayerischen Landtag ...
Redezeitverkürzung als Reaktion auf scharfe Angriffe? So geht's natürlich nicht. Die Forderung ausgerechnet kurz nach der streitlastigen Sonderplenarsitzung zu erheben, ist ein Eigentor. Auch die CSU hatte sich dort ja bei ihren Gegenattacken nicht zurückgehalten. Oppositionsreden als &q
Rheinische Post: Ein Plan von Mördern ...
Bilder sind im Krieg eine mächtige Waffe. Auch die grausamen Videos, in denen die selbst ernannten "Gotteskrieger" des "Islamischen Staates" (IS) westliche Geiseln enthaupten, haben ihre Wirkung nicht verfehlt: Das Entsetzen weltweit ist groß. Ihr Ziel aber erreichen die Is
Rheinische Post: Zeit für Asyl-Konferenz ...
Seit über einem Jahr läuft nun schon der konkrete Versuch, auf die sprunghafte Zunahme von Asylbewerbern aus dem Westbalkan dadurch zu reagieren, diese Herkunftsstaaten als "sicher" zu bezeichnen, um eine große Zahl von Asylverfahren schneller über die Bühne bringen zu können. Di




