Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr

ID: 1114121
(ots) - Mit der neo-imperialistischen Politik Russlands
und dem Vormarsch des »Islamischen Staates« (IS) sind neue, sehr
konkrete Bedrohungen entstanden - schnell und gleichzeitig. Darauf
muss die Nato reagieren. Deutschland kann gegenüber dem Bündnis
derzeit nicht alle Verpflichtungen erfüllen - weil Ersatzteile für
Kampfjets und Marinehubschrauber fehlen.

Auf Deutschland ist militärpolitisch kein Verlass. Seine Armee ist
allenfalls bedingt einsatzfähig. Das Material der Bundeswehr scheint
zumindest in Teilen ein Trümmerhaufen zu sein. Wirtschaftlich ein
Riese, militärisch ein Zwerg. Das ist Deutschland 2014. Nach dem
Zweiten Weltkrieg war diese Entwicklung so gewollt. Und sie hat sich
über Jahrzehnte und Generationen in der Gesellschaft verfestigt.

Pazifismus gehört zu unserer DNA. Deswegen diskutieren wir
leidenschaftlich über den Kauf von Drohnen und die Lieferung von
Waffen, mögen die Stückzahlen auch vergleichsweise gering sein. Und
wenn unsere Soldatinnen und Soldaten zu einem Auslandseinsatz gerufen
werden, dann sollen sie bitteschön das Kämpfen den anderen Nationen
überlassen. Die Mehrheit der Bürger akzeptiert, dass die Bundeswehr
in Afghanistan und anderswo so etwas wie Entwicklungshilfe leistet:
Brunnen bohren, Wasseraufbereitungsanlagen bauen und als Sanitäter
die Kameraden versorgen, die im Feindkontakt ihren Kopf hinhalten.
Dieses Denken hat auch Ursula von der Leyen gefördert. Kaum im Amt,
hat die Verteidigungsministerin den Irrglauben verstärkt, dass die
Bundeswehr auch heute noch ein ganz normaler Arbeitgeber sein könne.
Kitas in Kasernen, das war ihre erste Idee. Da kam die
Familienministerin durch. Danach wollte sie mehr attraktive Jobs
schaffen, um junge Leute für die Streitkräfte zu begeistern.
Arbeitsministerin war sie auch.

Die Kritik mag in den Einzelfällen berechtigt sein, aber die


Ministerin ist nicht verantwortlich für den zum Teil desolaten
Zustand der Bundeswehr. Vor 25 Jahren fiel mit der Mauer auch der
Eiserne Vorhang. Der Warschauer Pakt stellte keine Bedrohung mehr
dar. Die Nationale Volksarmee der DDR ließ sich in die Bundeswehr
integrieren und der Personalbestand massiv kürzen. Man sprach von
Friedensdividende.

Diese Zeiten sind passé, Sicherheit muss neu gedacht werden. Dazu
scheint Ursula von der Leyen nun bereit zu sein. Sie hat die
Entscheidungsträger entlassen oder kaltgestellt, die bislang für die
Ausrüstung der Truppe verantwortlich waren. Das ist zumindest ein
erster Schritt. Natürlich muss darüber nachgedacht werden, den
Wehretat zu erhöhen. Auch das wird die Ministerin fordern. Die Reform
der Bundeswehr wird zeigen, wie durchsetzungsfähig Ursula von der
Leyen tatsächlich ist oder ob sie scheitert wie ihre Vorgänger.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Krafts Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur NRW-SPD
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.09.2014 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1114121
Anzahl Zeichen: 3180

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 197 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalen-Blatt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

WESTFALEN-BLATT - Till Brönner: "Nichts aus Corona gelernt" ...
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un

34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder

NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in


Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt


Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur NRW-SPD ...
»Ihr habt mich jetzt zwei weitere Jahre am Hals«: Hannelore Krafts Koketterie nach ihrer Wiederwahl als SPD-Landeschefin enthält unfreiwillig ein Fünkchen Wahrheit. Die Strahlkraft der sozialdemokratischen Hoffnungsträgerin von einst hat spürbar nachgelassen. Das liegt am allerwenigsten an

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Krafts "Funkloch-Gate" beim SPD-Landesparteitag Schlechter Stil FLORIAN PFITZNER, KÖLN ...
Es ist schon erstaunlich, womit sich die politischen Akteure in NRW derzeit aufhalten. "Funkloch-Gate" - unter diesem albernen Titel zieht sich seit Wochen eine peinliche Kampagne durchs Land. Inzwischen hat es den Anschein, als ob die Aktion mangels adäquater Ideen auf sachlicher Eben

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Material-Mängel bei der Bundeswehr Trümmer-Truppe CARSTEN HEIL ...
Wer jemals bei der Bundeswehr gedient hat, kann von den Nachrichten dieser Tage nicht überrascht sein. Seit Jahrzehnten ist Technik und Material der Truppe veraltet, mehr in der Reparatur als im Einsatz. Von der milliardenschweren Rüstungsindustrie wird kaum ein Auftrag vereinbarungsgemäß ab

Rheinische Post: Kraft - die Nummer eins Kommentar Von Detlev Hüwel ...
Hannelore Kraft ist die unangefochtene Nummer eins der nordrhein-westfälischen SPD. Das hat der Kölner Parteitag am Wochenende deutlich gezeigt. Dort wurde die populäre Mülheimerin mit über 95 Prozent für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Ein hervorragendes Ergebnis, auch wenn es ihr pe


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z