Saarbrücker Zeitung: DGB will Investitionsstau mit Steuererhöhungen bekämpfen - Vorstandsmitglied Körzell: Wir brauchen "neue Einnahmenquellen"
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Steuererhöhungen stark, um den Investitionsstau in Deutschland
abzubauen. "Bei einer nüchternen Bestandsaufnahme wird man sehr
schnell feststellen, dass die großen Herausforderungen mit dem
gegenwärtigen und absehbaren Steueraufkommen nicht zu meistern sind",
sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Saarbrücker Zeitung"
(Donnerstag-Ausgabe).
Auf lange Sicht müssten 300 Milliarden Euro locker gemacht werden,
um den gesamten Investitionsbedarf zu decken, so Körzell. Nötig seien
deshalb "neue Einnahmequellen". Konkret schlägt der DGB die
Wiedereinführung der Vermögensteuer und eine höhere Erbschaftsteuer
vor.
Körzell bekräftigte allerdings auch die Forderung des DGB nach
Abschaffung der kalten Progression. Sie belaste einseitig die unteren
und mittleren Arbeitnehmereinkommen. Hier müsse "sofort" gehandelt
werden. Als Gegenfinanzierung regte Körzell die Abschaffung der
pauschalen Abgeltungssteuer von 25 Prozent an. "Kapitalerträge müssen
wieder nach dem individuellen Einkommensteuersatz veranlagt werden",
sagte der Gewerkschafter.
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Datum: 02.10.2014 - 00:00 Uhr
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