Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Flüchtlings-Debatte

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Flüchtlings-Debatte

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(ots) - Wenn es doch so einfach wäre: NRW-Innenminister
Ralf Jäger (SPD) tritt zurück, und mit ihm verschwinden die
Missstände in den Flüchtlingsheimen. Ist es aber nicht. Und deshalb
sind die Rücktrittsforderungen der Opposition populistisch. Es bedarf
keiner großen Phantasie anzunehmen, dass bei anderen politischen
Mehrheitsverhältnissen der Beißreflex andersherum genauso
funktioniert hätte. Das hilft in der Sache allerdings wenig.

Wer ernsthaft nach Verantwortlichen für die Übergriffe suchen
will, sollte hinterfragen, ob die zuständige Bezirksregierung
Arnsberg trotz Hinweisen auf Missstände nicht zu viel Zeit hat
verstreichen lassen. Erst als die schockierenden Bilder in den Medien
zu sehen waren, wurde die Behörde tätig und stellte neue Regeln für
die Einstellung von Sicherheitskräften auf, die schon zuvor
selbstverständlich hätten sein müssen. Denn es war klar, dass sich
wegen des wachsenden Zuzugs von Flüchtlingen die Situation in den
Unterkünften zuspitzen würde.

Die Aufnahme von immer mehr Flüchtlingen ist eine große Aufgabe.
Die Verantwortlichen haben das unterschätzt. Es ist nicht zu spät,
dies zu korrigieren.



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Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261



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JOhann Vollmer Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum 3. Oktober
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Datum: 02.10.2014 - 20:15 Uhr
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