Schwäbische Zeitung: Unsere Kurden
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Feindschaften müssen auf den Prüfstand gestellt werden.
Seit über den Dächern der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane die
schwarze Flagge des IS weht, wird auch den letzten Kritikern der
kurdischen Sache klar, dass das Menschen aus Fleisch und Blut sind,
die aus Kobane fliehen oder die sich gegen die offenbar gut
organisierten terroristischen Formationen stemmen.
Aus dem Fall der Stadt und den Protesten von Kurden weltweit
lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Wer so gut organisiert wie der IS
gegen irakische Peschmerga und kurdische Milizionäre angeht, hat
militärisches Knowhow. Es ist zu befürchten, dass im IS auch
ehemalige Offiziere des irakischen Diktators Saddam Hussein wirken.
Und zweitens, ist die Sache der Kurden im Kampf gegen den
islamistischen Terrorismus auch die unsere. Es mag viele juristische
Einwände dagegen geben den Kurden von Kobane mit Waffen oder
Bombardements zu helfen. Doch wer den Kurden im Nordirak hilft, kann
nicht in Syrien so tun, als ginge einen das alles nichts an.
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Datum: 07.10.2014 - 20:58 Uhr
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