Handwerk trotzt Abwärtstrend
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Traublinger: "Binnenmarkt gegen Abschwung absichern"
Ende September hatten die Handwerker im Freistaat Aufträge für durchschnittlich 7,2 Wochen in ihren Büchern stehen. Binnen Jahresfrist nahm der Bestand damit nur geringfügig ab (minus 0,2 Wochen). Beim Auftragseingang ist jedoch bereits eine leichte Verunsicherung spürbar: so meldeten nur noch 76 Prozent der Umfrageteilnehmer eine gleichbleibende oder steigende Nachfrage, fünf Punkte weniger als vor einem Jahr. Die Kapazitäten der bayerischen Handwerksfirmen waren im 3. Quartal 2014 noch zu 80 Prozent ausgelastet. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Auslastungsgrad nur um einen Punkt. Der Anteil der voll ausgelasteten Betriebe lag bei 36 Prozent. Nach ersten Schätzungen erwirtschafteten die bayerischen Handwerksbetriebe im Berichtszeitraum 25,6 Milliarden Euro Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem nominalen Zuwachs von mindestens einem Prozent. 33 Prozent der bayerischen Handwerksbetriebe investierten im 3. Quartal 2014. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Punkten. Das geschätzte Investitionsvolumen betrug 870 Millionen Euro. Im Vorjahresvergleich sind dies sieben Prozent mehr. 88 Prozent der Betriebe erwarten in den nächsten Monaten eine gute oder befriedigende Geschäftslage (minus ein Prozentpunkt). Für das Gesamtjahr 2014 wird beim Umsatz mit einem nominalen Plus von 2,3 Prozent auf rund 98 Mrd. Euro gerechnet. Die Zahl der Beschäftigten dürfte im Jahresdurchschnitt um 0,7 Prozent auf 903.000 zulegen. Bei den Investitionen wird ein Plus von sechs Prozent auf ca. 3,1 Mrd. Euro erwartet. Die Zahl der Handwerksbetriebe dürfte um ein Prozent auf etwa 204.000 steigen.
Handlungsbedarf sieht der BHT-Präsident in der Sicherung des Meistervorbehalts und im Abbau der Bürokratie. "Der handwerkliche Meisterbrief garantiert als Qualitätszertifikat und Verbraucherschutzinstrument Leistungsfähigkeit, Kompetenz und hohe Qualifikation. Er ist das höchste Wertmaß für handwerkliche Arbeit. Als Grundpfeiler hält er zudem die berufliche Bildung in Deutschland zusammen. Bei der Bürokratie-Bekämpfung muss Brüssel eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger für Dr. Edmund Stoiber finden", betonte Traublinger.
Zur Flüchtlingsthematik im Freistaat sagte der BHT-Präsident: "Neben einer Unterkunft benötigen die Menschen vor allem eine Aufgabe. Gerade für die Jugendlichen käme unter bestimmten Voraussetzungen eine Berufsausbildung infrage. Der Rechtsstatus muss geklärt und damit gewährleistet sein, dass die Jugendlichen nicht während der Ausbildung abgeschoben werden."
Sorgen bereitet dem Handwerk das anstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer. Traublinger: "Sollte das BVerfG die Erleichterungen für Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer kippen, werden wir massive Probleme bei der Betriebsnachfolge bekommen." Über 40.000 Handwerksbetriebe stehen in Bayern in den nächsten zehn Jahren zur Übergabe an. Außerdem erneuerte der BHT-Präsident seine Forderung nach einer Lkw-Vignette für alle Transportfahrzeuge unter zwölf Tonnen, für den Fall, dass eine Pkw-Vignette eingeführt werden sollte.
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Datum: 17.10.2014 - 12:41 Uhr
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