Kauder: Japan ist wichtiger Partner
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Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder,
hält sich zur Zeit in Japan auf. Es ist seine fünfte Reise in das
Land innerhalb von fünf Jahren. Zu seinem Aufenthalt erklärt Kauder:
"Japan ist für Deutschland ein überaus wichtiger Partner. Daher
sollten wir unsere Beziehungen nicht nur pflegen, sondern sie auch
ausbauen. Schon bei meinen früheren Besuchen war zu spüren, dass auch
die Japaner zunehmend daran interessiert sind. Die Potenziale der
Zusammenarbeit sind noch längst nicht ausgeschöpft. Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich dafür einsetzen, diese auch zu
nutzen. Japan als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist ein
Partner, mit dem sich die Zusammenarbeit bei allen Schwierigkeiten
lohnt. Deutschlands Blick sollte sich - wenn es um Asien geht - nicht
nur nach China richten.
Mit Japan verbindet uns eine stabile Wertepartnerschaft. Kein Land
Asiens kann auf eine so lange demokratische und rechtsstaatliche
Tradition zurückblicken wie Japan. Deutschland und Japan stehen vor
ähnlichen Herausforderungen -wie die niedrige Geburtenrate. Dies
führt zu Fragen, wie die Menschen im Alter gut versorgt werden können
oder wie dem Fachkräftemangel begegnet werden kann. Deutschland wie
Japan müssen Konzepte für die Zuwanderung von Bürgern aus anderen
Regionen der Welt entwickeln.
Deutschland und Japan müssen alles daran setzen, ihre
wirtschaftliche Basis zu erhalten. So sollten sie dafür sorgen, dass
sie bei Forschung und Entwicklung weiter an der Spitze stehen. Japan
hat es geschafft, Schritt für Schritt aus der jahrelangen Rezession
zu kommen. Die Instrumente, die die Japaner eingesetzt haben, können
aber nicht auf Europa übertragen werden. Die Europäer müssen
weiterhin ihre Haushalte konsolidieren, um den Euro zu festigen.
Davon wird langfristig die gesamte Wirtschaft in Deutschland und
Europa profitieren."
Hintergrund:
Kauder wird auf dem Besuch vom Parlamentarischen Geschäftsführer
Michael Grosse-Brömer, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden
Andreas Schockenhoff und der umweltpolitischen Sprecherin Marie-Luise
Dött begleitet.
Zum Auftakt der Reise besuchte die Delegation Hiroshima. Am
Mahnmal für die Opfer des Atombombenabwurfs legte Kauder im Namen der
Fraktion einen Kranz nieder. Vor zwei Jahren hatte er bereits die
Gedenkstätte in Nagasaki besucht.
Am Montag hielt Kauder in der Universität Kobe eine Rede zum
deutsch-japanischen Verhältnis, in der er für eine Intensivierung der
Partnerschaft warb. Im Laufe des Aufenthalts wird er auch in Tokio zu
Gesprächen mit der japanischen Regierung und der Opposition erwartet.
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Datum: 27.10.2014 - 09:34 Uhr
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