CARE zum Weltklimabericht: Nichthandeln bedeutet Hunger / Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelknappheit bedroht / Klimawandel ist eine extreme Ungerechtigkeit für die Ärmsten der Welt
ID: 1129481
Sperrfrist: 02.11.2014 11:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.
Sechs Wochen nachdem Hunderttausende weltweit auf die Straßen
gingen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren, stellen
UN-Klimaforscher erneut fest, dass der Klimawandel eine beispiellose
Bedrohung für die weltweite Nahrungssicherheit darstellt. CARE warnt,
dass durch erneutes Nichthandeln weitere Millionen Menschen von
Nahrungsmittelknappheit bedroht sein werden.
"Wenn die globale Erwärmung weiterhin im aktuellen Tempo verläuft,
werden weitere Millionen Menschen in Entwicklungsländern vom Hunger
bedroht sein", erklärt Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator
bei CARE. "Der Klimawandel ist eine extreme Ungerechtigkeit für die
Ärmsten der Welt und wir haben eine moralische Verpflichtung etwas zu
unternehmen. Die Auslöser des Klimawandels jetzt anzugehen, bedeutet
eine weit weniger große Veränderung für unsere Wirtschaft und
Gesellschaft, als wenn wir so weitermachen wie bisher."
Bei den Abschlussverhandlungen zum Weltklimabericht IPCC in
Kopenhagen, die weniger als einen Monat vor dem Weltklimatreffen in
Peru stattfinden, werden derzeit die IPCC-Berichte der letzten Jahre
zusammengefasst. Der Abschlussbericht listet Risiken auf, die auf die
Menschheit zukommen, falls gewohnte Maßnahmen gegen den Klimawandel
unverändert beibehalten werden, skizziert aber auch Lösungsansätze.
Ergebnisse beinhalten:
- Die Versäuerung der Ozeane greift Meeresorganismen an und der
Klimawandel beeinflusst viele Süßwasser- und Meeresarten.
- Durch den Klimawandel haben Ernteerträge immer häufiger negative
Auswirkungen.
- Es wird erwartet, dass der Klimawandel die Nahrungssicherheit
reduziert. Lokale Temperaturanstiege von mehr als 2 Grad können
schädlich für die Produktion von Grundnahrungsmitteln, wie
Weizen, Reis und Mais in den tropischen und gemäßigten Zonen
sein.
- Extreme Temperaturanstiege von mehr als 4 Grad stellen ein
großes Risiko für die Nahrungssicherheit dar, global sowie
regional.
- Der Klimawandel wird die bereits existierenden Armutsfallen
verstärken und neue schaffen, vor allem in städtischen Gebieten
und neu entstehenden Problemzentren des Hungers. Allgemein wird
die Armutsreduzierung schwieriger werden, benachteiligte
Menschen und Gemeinden sind besonders gefährdet.
Weltweit arbeitet CARE mit vielen armen Gemeinden, die schon jetzt
täglich darum kämpfen, ihre Familien mit ausreichend Nahrung zu
versorgen. In Peru berichten Bauern aus Carhuaz in der Ancash Region
von dramatischen Veränderungen. "Das Klima hat sich stark verändert.
Früher gab es weniger Insekten und es war nicht so heiß", sagt
Nemezia Villon Ramirez, 64 Jahre alt. "Neue Schädlinge wie etwa weiße
Moskitos und neue Krankheiten zerstören unsere Pflanzen. Jedes Jahr
wird es schlimmer, uns Bauern trifft es am härtesten." CARE hilft
Menschen wie Nemezia dabei, mit den Auswirkungen des Klimawandels
besser umzugehen. Gemeinsam mit Partnern und lokalen Gemeinden
arbeitet CARE an ähnlichen Anpassungen in Teilen von Lateinamerika,
Afrika, Asien und dem Pazifik.
"Die Analysen des IPCCs zeigen auch, dass Verhalten, Lebensstil
und Kultur einen beachtlichen Einfluss auf Energieverbrauch und damit
verbundene Emissionen haben", sagt Sven Harmeling. "Emissionen können
wesentlich gesenkt werden, indem wir unser Konsumverhalten verändern,
Energiesparmaßnahmen umsetzen, unsere Ernährung anpassen und weniger
Lebensmittel verschwenden."
ACHTUNG REDAKTIONEN: Sven Harmeling ist zurzeit in Kopenhagen und
steht für Interviews und Einschätzungen gerne zur Verfügung. Bei
Interesse melden Sie sich telefonisch bei der CARE-Pressestelle oder
mobil direkt bei Sven Harmeling unter 0049-177-6136431.
Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.11.2014 - 11:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1129481
Anzahl Zeichen: 4554
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 278 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"CARE zum Weltklimabericht: Nichthandeln bedeutet Hunger / Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelknappheit bedroht / Klimawandel ist eine extreme Ungerechtigkeit für die Ärmsten der Welt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CARE Deutschland-Luxemburg e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bonn/Kattowitz, 15. Dezember. Am späten Samstagnachmittag fand die UN-Klimakonferenz COP24 im polnischen Kattowitz ihren Abschluss. Am Ende nahmen die teilnehmenden Länder ein umfangreiches Paket an Entscheidungen an, die insbesondere ein Regelwerk für die Umsetzung des Pariser Klimavertrages
CARE zur Lage im Jemen: "Die Menschheit versagt" Aktueller Bericht sieht 20 Millionen Menschen von Hunger bedroht / CARE unterstützt monatlich eine Million Notleidende ...
"Es gibt eine einfache Definition von Hunger: Sie heißt Versagen. Wenn hunderttausende Menschen vom Hungertod bedroht sind, hat die Menschheit versagt." So kommentiert CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel den heute veröffentlichten Bericht über die Hungersituation im Jemen. Na
Advent, Advent... Ein CARE-Paket statt Krawatte und Socken ...
Wenn der Weihnachtsmann ein Notunterkunfts-Paket samt Planen, Hammer, Nägeln und Schaufel transportieren müsste, würde das womöglich nicht gut gehen. Zum Glück muss er das nicht, denn das übernehmen wir für ihn - und für Sie: Die Hilfsorganisation CARE bietet Ihnen und Ihrer Leserschaft W
Weitere Mitteilungen von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
phoenix-Live: PK zum Bericht des Weltklimarats IPCC - Montag, 3. November 2014, 9.30 Uhr ...
phoenix zeigt live um 9.30 Uhr die PK zum Bericht des Weltklimarats IPCC und die Folgen für die deutsche und internationale Klimapolitik aus Berlin. Teilnehmen werden Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, CDU, und Prof. Ottmar Edenhofer, Co-Vorsitzende
KORREKTUR: "Rote Karte" für Hannover 96: Deutsche Umwelthilfe deckt monatelange Verbrauchertäuschung durch Vereinsführung auf ...
Korrektur der heutigen DUH-Pressemitteilung zur Verbrauchertäuschung bei Hannover 96. Dort hieß es im ersten Absatz: "Nur sieben Vereine erhalten die 'Grüne Karte' für den Getränkeausschank in umweltfreundlichen Mehrwegbechern. Zehn Clubs sehen dagegen für den Einsatz un
"Rote Karte" für Hannover 96: Deutsche Umwelthilfe deckt monatelange Verbrauchertäuschung durch Vereinsführung auf ...
DUH veröffentlicht Umweltranking zur Abfallvermeidung in Bundesligastadien - Hannover 96 rückt von der selbst beworbenen Kompostierung von Bioplastikbechern ab - Fanclubs sollen Vereinsführung zu Ehrlichkeit und Umweltschutz bewegen Zum ersten Mal hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) de
Klimaschutzbranche 2012: 40,3 Milliarden Euro Umsatz ...
Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches erwirtschafteten im Jahr 2012 einen Umsatz von etwa 40,3 Milliarden Euro mit Waren und Leistungen für den Klimaschutz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das mit rund 65 % der größte Anteil am




