Hilfen für Langzeitarbeitslose: Paritätischer kritisiert Nahles-Vorschläge als "hoffnungslos unterfinanziert"
ID: 1131127
Wohlfahrtsverband auf die lang erwartete Präsentation der Vorschläge
von Arbeitsministerin Nahles zur Bekämpfung der
Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland. Der Verband weist darauf
hin, dass mit den angekündigten Beschäftigungsprogrammen gerade
einmal rund 4 Prozent der Langzeitarbeitslosen erreicht werden. Der
Paritätische fordert einen finanzpolitischen Kurswechsel und eine
massive Aufstockung der Mittel für Langzeitarbeitslose.
"Alle Vorschläge von Frau Nahles sind gut und richtig, aber
hoffnungslos unterfinanziert", so Ulrich Schneider,
Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. "Mit dem von
ihr in Aussicht gestellten Programmmitteln werden schätzungsweise
gerade einmal 40.000 der über eine Million Langzeitarbeitslosen
erreicht. Nach den milliardenschweren Kürzungen der Hilfen für
Langzeitarbeitslose durch die schwarz-gelbe Koalition bleibt der gut
gemeinte Vorstoß der Arbeitsministerin bestenfalls ein
sozialdemokratisches Trostpflästerchen." Trotz der anhaltend hohen
Zahl von Langzeitarbeitslosigkeit betroffener Menschen seien die
Beschäftigungsmaßnahmen in den vergangenen drei Jahren tatsächlich
mehr als halbiert worden.
Um ein echtes Hilfsprogramm auf die Beine zu stellen, das geeignet
wäre, die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich unter die
1-Million-Marke zu drücken, bedarf es nach Schätzungen des
Paritätischen eines zusätzlichen Finanzvolumens von mindestens 3 Mrd.
Euro. "Das Tabu der Steuererhöhungen führt einmal mehr zur
arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Handlungsunfähigkeit dieser
Koalition", so Schneider. Der Verband appelliert an die Große
Koalition, "das Ruder herumzureißen" und das steuerpolitische Tabu
endlich auf den Prüfstand zu stellen. "Zusätzlich muss sich die
Bundesregierung endlich dazu durchringen, Arbeit statt
Arbeitslosigkeit zu finanzieren", so Schneider. Es müsse die
Möglichkeit geschaffen werden, Leistungen zum Lebensunterhalt bei
Bedarf auch für einen aktiven Lohnkostenzuschuss zu verwenden
(Passiv-Aktiv-Transfer).
Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636-305, E-Mail: pr@paritaet.org
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.11.2014 - 12:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1131127
Anzahl Zeichen: 2423
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 184 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hilfen für Langzeitarbeitslose: Paritätischer kritisiert Nahles-Vorschläge als "hoffnungslos unterfinanziert""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Paritätischer Wohlfahrtsverband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Paritätische Forschungsstelle hat heute eine bahnbrechende Berechnung zur Wohnarmut in Deutschland veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein alarmierendes Bild: Deutlich mehr Menschen als bisher angenommen leben in Armut, wenn die Wohnkosten berücksichtigt werden. Die steigenden Mieten belast
Der Paritätische Gesamtverband: Achim Meyer auf der Heyde zum Vorsitzenden gewählt ...
In seiner heutigen Mitgliederversammlung hat der Paritätische Gesamtverband Achim Meyer auf der Heyde ohne Gegenstimme zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt damit auf den Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, der nach 12 Jahren an der Spitze des Verbandes nicht wieder antr
"Worauf warten wir noch?"/ Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft fordern ein Gewalthilfegesetz ...
Mit dem Slogan "Worauf warten wir noch?" fordern 22 Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft seit heute früh in einem 60-Sekunden-Film (https://www.youtube.com/watch?v=5Gm2-oaJWCg) ein Gewalthilfegesetz. Der Clou: Erstmals beteiligen sich Männer an einem solchen Video! Das un
Weitere Mitteilungen von Paritätischer Wohlfahrtsverband
Rheinische Post: Unions-Fraktionsvize Fuchs fordert Gegenfinanzierung für Nahles Pläne zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ...
Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Fuchs (CDU), hat eine Gegenfinanzierung für die Pläne von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit gefordert: "Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit darf nicht dazu führen, dass
Badische Zeitung: Führung der GDL /Ab aufs Abstellgleis Kommentar von Wolfgang Mulke ...
Das Land wird vier Streiktage überstehen. Aber wie geht es dann weiter? Dauert der nächste Streik zwei Wochen und gefährdet die Industrieproduktion massiv? Es gibt nur zwei realistische Szenarien. Entweder knickt die Bahn ein und schließt konkurrierende Tarifverträge mit beiden Bahngewe
Lausitzer Rundschau: Erhöhte Explosionsgefahr Thüringer SPD macht den Weg für Rot-Rot-Grün frei ...
Knapp 70 Prozent Zustimmung, das ist eine klare Ansage der SPD-Mitglieder in Thüringen. Nun ist der Weg fast frei für den Linken Bodo Ramelow, sich demnächst im Landtag der Wahl zum Ministerpräsidenten zu stellen. Wie umstritten das ist, hat nicht zuletzt die Kritik von Bundespräsident Joach
Westfalenpost: Rot-Rot-Grün in Thüringen ...
Sie haben es getan: Die SPD-Genossen in Thüringen sind ihrer Führung gefolgt und haben einem Rosa-Rot-Grün-Bündnis zugestimmt. Damit ist der Weg frei für den ersten Linken-Ministerpräsidenten seit der Wiedervereinigung. Daraus muss man kein Drama machen, so geht es unter den Bedingungen der




