Bundesregierung versucht Mindestlohnfolgen zu bekämpfen /
Geringqualifizierte trifft es am schlimmsten
ID: 1131784
Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit werden die negativen Effekte
des Mindestlohns nicht ausgleichen können. Vor allem für
Geringqualifizierte werden sich die Arbeitsmarktchancen deutlich
verschlechtern. "Besonders der Einstieg in die Erwerbstätigkeit wird
für diese Gruppe durch den Mindestlohn immer schwerer", schreibt
Prof. Dr. Ronnie Schöb in einem Kurzgutachten für die Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Schöb befürchtet, dass der Staat die Subventionen für die
Eingliederung von Arbeitslosen in Folge des Mindestlohns deutlich
ausweiten wird: "Wenn sich der Mindestlohn als zu hohe Einstiegshürde
erweist und sich die Politik nicht damit abfinden will, viele
Menschen dauerhaft vom Arbeitsmarkt auszuschließen, dann wird
Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit nichts anderes übrig
bleiben, als einen ähnlichen Weg wie Frankreich zu beschreiten." Der
französische Staat subventioniert die Arbeitgeber seit 2005 mit 26
Prozent des Lohnsatzes, wenn sie einen Arbeiter zum Mindestlohn
beschäftigen. Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM, warnt
vor dem Einstieg in die Lohnsubvention: "Die französischen
Steuerzahler kostet die Mindestlohnsubvention über 20 Milliarden Euro
im Jahr. Für Deutschland könnte es ähnlich teuer enden".
Das Kurzgutachten zeigt: Rund ein Drittel der arbeitslosen ALG
II-Empfänger, die in den vier Jahren zuvor einmal
sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, haben einen
Bruttostundenlohn in ihrer letzten Beschäftigung erhalten, der -
fortgeschrieben bis zum Jahr 2015 - unter 8,50 Euro lag. Schöb:
"Damit sind die Langzeitarbeitslosen am Stärksten von der Einführung
des Mindestlohns betroffen, stärker noch als die Gruppe aller
neueingestellten Arbeitslosen oder als die Gruppe der derzeit
Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung."
In den vergangenen Jahren habe sich Deutschlands Arbeitsmarkt auf
einem guten Weg befunden, so Schöb: "In demselben Umfang, wie der
Niedriglohnsektor ehemals Arbeitslose aufgenommen hat, sind ehemalige
Niedriglohnbezieher in höhere Gehaltsgruppen aufgestiegen." Diese
Entwicklung werde aber mit der Einführung eines gesetzlichen
Mindestlohns gestoppt. Die Sozialpolitik laufe damit Gefahr, die
Anhebung der unteren Lohngrenze mit dem dauerhaften Ausschluss einer
großen Anzahl von Erwerbspersonen aus dem Arbeitsmarkt zu erkaufen.
Das vollständige Gutachten von Prof. Schöb finden Sie unter
www.insm.de/presse
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein
überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in
Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche
Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektro-Industrie finanziert.
Pressekontakt:
Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174;
hennet@insm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.11.2014 - 12:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1131784
Anzahl Zeichen: 3320
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 237 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesregierung versucht Mindestlohnfolgen zu bekämpfen /
Geringqualifizierte trifft es am schlimmsten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
INSM am Tag des "Entlastungskabinetts": Bürokratieabbau machen, nicht nur ankündigen Entgegen anderslautenden Behauptungen aus der Politik erleben die Unternehmen weiterhin steigende Bürokratielasten. Dies ergibt eine neue Studie des IW Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Mark
Koalitionsausschuss: Ein großer Schritt für die Koalition, ein kleiner für die Wirtschaft / INSM lobt Arbeitsrechtsflexibilisierung und Bürokratieabbau, vermisst aber spürbare Entlastungen ...
Berlin - INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben: "Mehr, als sich die Koalition zugetraut hätte, aber kein Aufbruchssignal" / INSM-Volkswirte bewerten (https://www.insm.de/aktuelles/oekonomenblog/ergebnisse-des-koalitionsausschusses-rente-und-buerokratie-sehr-gut-entlastungen-gehen-nicht
ifo-Studie im Auftrag der INSM / Sparpotenzial von 60 Milliarden Euro bis 2030 im Bundeshaushalt ...
Im Bundeshaushalt gibt es Einsparpotenzial von zweistelligen Milliardenbeträgen pro Jahr, die sich bis zum Jahr 2030 auf dann 60 Milliarden erhöhen, so das erste Zwischenergebnis einer Studie des ifo-Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Laut ifo-Präsident Cleme
Weitere Mitteilungen von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Nahles/Langzeitarbeitslose ...
Wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles nun den Eindruck erweckt, sie werde das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit anpacken, ist das zwar ein löblicher Vorsatz. Zu lange schon verlässt sich die Politik darauf, dass die bessere Konjunktur die Zahl der Langzeitarbeitslosen senkt. Aber an dem Grund
Das Erste, Donnerstag, 6. November 2014, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.10 Uhr, Klaus Dauderstädt, Vorsitzender des Beamtenbundes, Thema: GDL-Streik 8.10 Uhr, Thomas Oppermann, SPD-Fraktionschef, Thema: GDL-Streik 8.40 Uhr, Kurt Bodewig, ehemaliger Bundesverkehrsminister, Thema: GDL-Streik Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel
Langzeitarbeitslosigkeit / Die Bundesregierung kämpft gegen ihre eigenen Fehler ...
Zu viele Menschen sind mehr als zwölf Monate am Stück arbeitslos. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und versucht nun etwas für die derzeit rund 1,1 Millionen Langzeitarbeitslosen zu tun. Die Bundesarbeitsministerin wird daher voraussichtlich in Kürze ein Maßnahmenpaket vorstellen. La
Das Erste, Mittwoch, 5. November 2014, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
07.05 Uhr, Christian Schmidt, CSU, Bundeslandwirtschaftsminister, Thema: Sinkende Milch- und Fleischpreise 08.05 Uhr, Jens Spahn, Gesundheitspolitischer Sprecher CDU/CSU Fraktion, Thema: Arztstellen in Gefahr Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-7101




