Gute Kinderbetreuung fehlt / Eltern bemängeln Menge und Qualität öffentlicher Betreuungseinrichtu

Gute Kinderbetreuung fehlt / Eltern bemängeln Menge und Qualität öffentlicher Betreuungseinrichtungen

ID: 1131944
(ots) - 37 Prozent der Eltern junger Kinder sind mit der
Qualität öffentlicher Betreuungseinrichtungen für Vorschulkinder
unzufrieden. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen äußert sich sogar
fast die Hälfte (47 Prozent) kritisch. Zudem gibt es offenbar nach
wie vor zu wenig Betreuungsmöglichkeiten. 48 Prozent der 30 bis 39
Jahre alten Eltern sind mit der Angebotsmenge nicht zufrieden. Das
ergibt die repräsentative Befragung von Eltern mit Kindern unter 14
Jahren durch das Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid im Auftrag der
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), anlässlich des heute
in Berlin stattfindenden Kita-Gipfels der Familienminister von Bund
und Ländern.

"Die Bundesregierung hat zu lange die Bedürfnisse der jungen
Generation vernachlässigt. Eltern von kleinen Kindern brauchen genug
und vor allem ausreichend gute Betreuungsmöglichkeiten. Das ist nicht
nur ein Gebot der Chancengerechtigkeit, sondern auch ein zentraler
Bestandteil der Fachkräftesicherung. Nur Mütter, die ihre Kinder gut
versorgt wissen, können Beruf und Familie erfolgreich miteinander
vereinbaren", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Welche Maßnahmen nötig wären, um den Ausbau der
Kindertagesbetreuung in puncto Qualität zu verbessern, haben die
Wissenschaftler Prof. Dr. Henrik Egbert und Dr. Andreas Hildenbrand
analysiert. Sie sehen unter anderem Probleme in der vorherrschenden
objektbezogenen Finanzierung, in der oligopolartigen Stellung der
Anbieter und der mangelnden Qualifikation des Personals. Egbert: "Im
internationalen Vergleich fällt auf, dass in Deutschland die
Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sehr selten über einen
einschlägig qualifizierenden Hochschulabschluss verfügen." Er
bemängelt auch die relativ geringe Zahl an Trägern. Sie beschränke
die Angebotsvielfalt und damit auch die Wahlmöglichkeiten der Eltern.



Das Fazit der Wissenschaftler: "Freie gewerbliche Anbieter sollten
nicht diskriminiert werden, die Angebotsvielfalt sollte als Chance
für Qualitätsverbesserungen erkannt werden, monetäre Anreize auf
Arbeitsmärkten sollten geschaffen werden und der Bund sollte die
Kommunen weiterhin entlasten. Der aktuelle Gesetzentwurf der
Bundesregierung zum quantitativen und qualitativen Ausbau der
Kindertagesbetreuung knüpft lediglich an der Entlastung an. Insgesamt
greift er derzeit noch zu kurz."

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage, druckfähige Grafiken
sowie das Paper von Egbert/Hildenbrand finden Sie unter
www.insm.de/presse

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein
überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in
Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche
Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektro-Industrie finanziert.



Pressekontakt:
Pressesprecher INSM: Florian von Hennet,
Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de

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Datum: 06.11.2014 - 15:35 Uhr
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