25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten
ID: 1137226
Organisationen der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland
verweisen auf die in Deutschland unzureichende Gesundheitsversorgung
von Flüchtlingskindern und -jugendlichen.
25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten
Berlin, 19. November 2014: Eine ausreichende kurative und
präventive gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfamilien in
Deutschland besteht nicht. Darauf verweisen Bundesärztekammer (BÄK),
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Deutsche
Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Berufsverband
der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) anlässlich des morgigen 25.
Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention. Die
UN-Kinderrechtskonvention nennt jedoch "das erreichbare Höchstmaß an
Gesundheit"1 als ein Grundrecht jedes Kindes. Das Recht eines Kindes
auf körperliche Unversehrtheit umfasst darüber hinaus nach Meinung
der pädiatrischen Experten auch den Schutz vor durch Impfung zu
verhütende Erkrankungen. Die medizinische Versorgung von Kindern und
Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien ist jedoch reduziert auf
Notfallerkrankungen, also lediglich auf die Behandlung akuter
Erkrankungen und Schmerzzustände. Die Bundesärztekammer und die
Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin fordern daher eine
generelle - und nicht nur den Notfall betreffende - Regelung für die
medizinische Versorgung von Flüchtlingen.2 Die Vereinfachung eines
Zugangs zur medizinischen Versorgung durch Ausgabe einer
Krankenversicherungskarte für Asylsuchende (sog. Bremer Modell) ist
ein Lösungsansatz. 3 Es muss auch Kindern und Jugendlichen ohne
gesicherten Aufenthaltsstatus eine gute Gesundheitsversorgung
ermöglicht werden. Die Anonymität dieser Patientengruppe ohne legalen
Aufenthaltsstatus muss hierbei in Krankenhaus und Praxis
gewährleistet werden. 4
1 Artikel 24 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention
2 Stellungnahme vom 22.09.2014 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung
zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des
Sozialgerichtsgesetzes
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.5.33.12250&all=true
3 http://www.gesundheitsamt.bremen.de/sixcms/media.php/13/3_GBE_Ge
sundheitsversorgung_Asylsuchender.pdf
4 http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Faltblatt_Patienten-o
hne-Aufenthaltsstatus_30112013.pdf
Pressekontakt:
Bundesärztekammer
Samir Rabbata
presse@baek.de
Telefon: 030 / 400456700
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. Sybille Lunau
presse@dgkj.de
Telefon: 030 / 3087779-14
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.11.2014 - 10:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1137226
Anzahl Zeichen: 2984
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 162 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesärztekammer (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zur heutigen Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: "Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erlegt Ärztinnen und Ärzten und den weiteren Beschäftigten im Gesundheitswesen, ebenso wie Ve
Es steht zu viel auf dem Spiel, um allein auf Schnelligkeit zu setzen ...
Zu den über das Wochenende geplanten Änderungen am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: "Die gute Nachricht ist, dass der Finanzminister nun bereit ist, einen etwas höheren Beitrag zur Finanzierung der Behandlungskosten für Bürg
Steuern auf Alkohol, Tabak und Zucker wirksam für die Gesundheit einsetzen ...
Zu den Plänen der Bundesregierung für höhere Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte, Alkohol und zuckerhaltige Getränke erklärt der Vorstand der Bundesärztekammer: "Alkohol und Tabak sowie der übermäßige Konsum von Zucker machen nachweislich krank. Dies verursacht millionenfaches Leid
Weitere Mitteilungen von Bundesärztekammer
TÜV Rheinland: Kommunikation fördert das Wohlbefinden im Büro / Großraumbüros: Lärm gezielt reduzieren / Kommunikation als Führungsaufgabe / Individuelles Belastungsmanagement ...
Team-, Gruppen- und Großraumbüros sind in vielen Firmen inzwischen Standard. Laut Statistischem Bundesamt fühlt sich rund ein Drittel der Mitarbeiter in diesen Büros allerdings durch das Raumklima und die Geräuschkulisse beeinträchtigt. Die Arbeitsstättenverordnung gibt die Wohlfühltemper
Erfolgskontrolle in der Online-PR / Eintägiges Kompaktseminar in Frankfurt (FOTO) ...
PR soll informieren, überzeugen und ein positives Image schaffen. Doch die beste PR-Arbeit bringt nichts, wenn sie nicht bei der Zielgruppe ankommt. Daher muss über allem die Frage stehen: Wie erfolgreich ist unsere PR? Was gibt es besonders bei der Dokumentation von Online-PR zu beachten?
"Digitaler Augenstress" - Besser sehen mit der Bildschirmarbeitsplatzbrille (FOTO) ...
Weit über 90 Prozent aller 40- bis 59-Jährigen* nutzen täglich Bildschirmgeräte, jeder Dritte davon mehr als vier Stunden. Neben Smartphones und Tablets fordert vor allem der Computer auf dem Büroschreibtisch die tägliche Aufmerksamkeit. Trotzdem wissen nur wenige, dass gerade für die
Gesünder mit Betriebsrat / Weniger Krankmeldungen, wenn Konflikte und Missstände befriedigend gelöst werden ...
Ausbildungsbetriebe mit Personalvertretung verzeichnen 20 Prozent weniger Fehltage, berichtet die "Apotheken-Umschau" unter Berufung auf eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn. In die Analyse gingen Daten von 1250 Betrieben ein. Der Autor der Studie vermutet, dass




