Jedes fünfte Kind bekommt keinen Pausensnack mit
ID: 1137271
ohne Pausensnack in die Schule beziehungsweise den Kindergarten
geschickt. Davon frühstücken 14 Prozent der Kinder ausschließlich zu
Hause oder bekommen maximal Geld für den Schulkiosk oder für den
Bäcker mit. Bei den übrigen 8 Prozent wird die Zwischenmahlzeit gegen
einen monatlichen Geldbetrag in die Hände der Schule oder des
Kindergartens gegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative
Befragung der Central Krankenversicherung, die gerade von forsa
durchgeführt wurde.
Vor allem Ostdeutsche sorgen für Abwechslung in der Brotbüchse
Erfreulich ist, dass für Eltern, die ihren Kindern eine
Frühstücksbox mit in den Kindergarten oder die Schule geben, Obst (79
Prozent) und Gemüse (52 Prozent) üblicherweise neben dem Butterbrot
dazugehören. Allerdings isst überhaupt nur jedes dritte Kind seinen
Pausensnack auf. So bringen 50 Prozent der Kinder häufig das
Frühstücksbrot und jeweils 20 Prozent das mitgenommene Obst oder
Gemüse wieder zurück. "Dafür gibt es sicher viele Gründe. Aber wir
beobachten immer mehr Schulen mit einem umfangreich bestückten Kiosk,
der den Pausensnackbedarf der Kinder abdeckt. Leider sind diese
Angebote häufig nicht das, was man unter einer gesunden,
kindgerechten Ernährung versteht. Hier sind aus unserer Sicht die
Länder gefordert, ein ausgewogenes Angebot durch die Schulen
einzufordern. Es sollte nicht sein, dass den Kindern im Unterricht
Inhalte zur gesunden Ernährung vermittelt werden und beim Verlassen
des Klassenzimmers das Gegenteil durch die Schulkioske angeboten
wird", sagt Heinz Teuscher, Vorstandsvorsitzender der Central
Krankenversicherung.
Am größten ist die Vielfalt, die Kinder in Ostdeutschland in ihrer
Frühstücksbox finden. Eltern geben hier nicht nur am häufigsten Obst
oder Gemüse mit, sondern sorgen auch mit Joghurt, einem Ei oder
Nüssen für Abwechslung. Diese Lebensmittel kommen sogar doppelt so
häufig mit in die Frühstücksbox wie bei Kindern im Westen der
Republik.
Frage: Was nimmt Ihr Kind üblicherweise von zu Hause für das
Frühstück im Kindergarten bzw. in der Schule mit?
Ostdeutschland Westdeutschland* Bundesweit
Pausenbrot 97 % 95 % 95 %
Obst 84 % 79 % 79 %
Gemüse 64 % 50 % 52 %
Joghurt 32 % 16 % 24 %
Ei 12 % 6 % 8 %
Nüsse oder
Studentenfutter 9 % 4 % 6 %
*Westdeutschland, ohne Süd- und Norddeutschland.
Tatsächlich trifft die bunte Brotbüchse auch den Geschmack der
Kinder: So wird im Osten vergleichsweise am wenigsten wieder mit
zurück gebracht. Angesichts dessen ist durchaus vertretbar, dass
Ostdeutsche ihren Kindern bundesweit auch am häufigsten Süßigkeiten
mitgeben (Ost: 15 Prozent, Süd: 6 Prozent, West: 6 Prozent, Nord: 1
Prozent).
"Mit Blick auf die Vielfalt und Abwechslung avanciert die
Frühstücksbox zum Vier-Sterne-Menü. Dabei achten Eltern auf einen
guten Mix an Nahrungsmitteln und geben ihren Kindern auch gesunde
Snacks wie Obst oder Gemüse mit. Die besten Bemühungen nützen jedoch
nichts, wenn ein Großteil dessen wieder mit nach Hause gebracht wird.
Deshalb gilt es, von klein an ein gesundes Essverhalten am
Familientisch zu üben und gesundes Essen schmackhaft zu machen",
erklärt Dr. Markus Homann von der Central.
Umfragebedingungen
Im Auftrag der Central Krankenversicherung führte das
Meinungsforschungsinstitut forsa eine repräsentative Befragung unter
500 Eltern mit Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren durch. Die
Befragung wurde vom 28.9. bis 10.10.2014 durchgeführt
Pressekontakt:
Ronald Voigt
Unternehmenskommunikation
T +49 (0) 221 1636-2936
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Datum: 19.11.2014 - 10:34 Uhr
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