Welt-Aids-Tag: G7-Gipfel in Deutschland muss Ende von Aids bis 2030 einläuten
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nutzen und den G7-Gipfel 2015 zu einem Erfolg für die weltweite
Aids-Bekämpfung machen. Die reichsten Länder der Welt, müssen sich zu
einem Ende von Aids bekennen und ausreichend Finanzmittel
bereitstellen. Im Jahr der deutschen G7-Präsidentschaft werden die
Millenniumentwicklungsziele (MDGs) abgelöst und die Weichen für die
globale nachhaltige Entwicklung der nächsten 15 Jahre gestellt.
Dadurch trägt die Bundesregierung eine wichtige außen- und
entwicklungspolitische Verantwortung.
Dank wichtiger Erfolge ist es heute unbestritten, dass ein Ende
von Aids bis 2030 möglich ist. Dazu muss mehr in Prävention,
Diagnostik und Behandlung investiert und Stigmatisierung und
Diskriminierung abgebaut werden. Die dazu notwendigen Mittel
existieren, sie müssen nur ausreichend finanziert und eingesetzt
werden. Immer noch haben schätzungsweise 14 Millionen Menschen in
Entwicklungsländern keinen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.
"Bundeskanzlerin Merkel hat mit der Präsidentschaft des G7-Gipfels
2015 alle Karten in der Hand, um eine der katastrophalsten Bürden der
Menschheit und ein wesentliches Entwicklungshemmnis zu besiegen. Die
Bundesregierung muss ihre Gastgeberrolle dazu nutzen, das Ende von
Aids bis 2030 als neues globales Entwicklungsziel auszurufen. Dazu
gehört auch die Ankündigung von Beitragserhöhungen auf ein der
deutschen Wirtschaftskraft angemessenes Niveau und die anderen
G7-Länder dazu ebenfalls zu motivieren", so Sylvia Urban, Sprecherin
des Aktionsbündnis gegen AIDS.
Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria
kann durch eine ausreichende Finanzierung einen wesentlichen Beitrag
zur Ausweitung von Präventions- und Behandlungsprogrammen für diese
drei armutsassoziierten Krankheiten leisten.
"Der Globale Fonds ist das entscheidende Mittel, um ein Ende von
Aids zu erreichen. Die Bundesregierung liegt mit ihrem Beitrag bisher
weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Einer substantiellen
deutschen Beitragssteigerung darf nichts im Wege stehen, auch weil ab
2016 eine Kontinuität der gesteigerten Einnahmen aus der
Finanztransaktionssteuer möglich ist", so Astrid Berner-Rodoreda,
Sprecherin des Aktionsbündnis gegen AIDS.
Der Koalitionsvertrag unterstreicht die wichtige Rolle des
Globalen Fonds bei der Bekämpfung von Aids als Krankheit und die
kürzlich vorgestellte Zukunftscharta des Entwicklungsministeriums
hält fest, dass die Bundesregierung zu einem Ende von Aids bis 2030
beitragen will. Das Aktionsbündnis gegen AIDS appelliert an die
Bundesregierung diesen Worten nun auch Taten folgen zu lassen.
Pressekontakt:
Marco Alves, Tel.: 030 - 275 824 03 oder 0176 - 327 111 60,
alves@aids-kampagne.de. Das Aktionsbündnis gegen AIDS ist ein
Netzwerk aus 320 Organisationen in Deutschland.
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Datum: 28.11.2014 - 10:04 Uhr
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