CARE zur UN-Klimakonferenz: "Wir müssen unter 2 Grad bleiben" Peru soll Weichen für ein

CARE zur UN-Klimakonferenz: "Wir müssen unter 2 Grad bleiben"
Peru soll Weichen für ein starkes Klimaschutzabkommen 2015 stellen

ID: 1141838
(ots) - Im Vorfeld der nächste Woche beginnenden 20.
UN-Klimakonferenz in Lima, Peru, fordert die Hilfsorganisation CARE,
dass dort die Grundlagen für ein ehrgeiziges und wirksames
Klimaschutzabkommen, das 2015 beschlossen werden soll, gelegt werden.

Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator von CARE, dazu:
"Trotz neuester Anzeichen, dass einige emissionsstarke Länder wie USA
und China damit beginnen, ihre Verantwortung für das Klima ernst zu
nehmen, sind die derzeitigen globalen Klimaschutzmaßnahmen immer noch
unzureichend. Wir steuern weitgehend ungebremst auf eine globale
Erwärmung von vier Grad Celsius zu, obwohl die von Forschern
empfohlene maximale Grenze bei deutlich unter zwei Grad liegt."

Die Vertragsstaaten der UN-Klimakonvention, die sich in Lima
treffen, müssen die größte Herausforderung unserer Zeit annehmen und
wesentlich mehr politischen Ehrgeiz zeigen, um eine drohende
Klimakatastrophe noch abzuwenden. Das Gastgeberland Peru ist bereits
heute von den Auswirkungen der globalen Erwärmung betroffen. Milo
Stanojevich, CARE-Länderdirektor in Peru, berichtet:

"Wir sehen schmelzende Gletscher sowie extreme und unvorhersehbare
Wetterlagen, die von Blitzfrost bis zu Hitzeperioden reichen und
massive Ernteschäden und Einkommensverluste mit sich bringen. Die
Ärmsten können sich davor kaum schützen, denn die Veränderungen
nehmen jedes Jahr zu." Es seien aber die reichen Staaten und
Bevölkerungen, die den Klimawandel durch den exzessiven Verbrauch
fossiler Brennstoffe verursacht hätten, erinnert Stanojevich: "Das
macht den Klimawandel und seine Auswirkungen zu einer extremen,
globalen Ungerechtigkeit."

CARE fordert in seinem neuen Bericht "Ein faires und gerechtes
Klima-Abkommen für die Ärmsten der Welt" von den in Lima
teilnehmenden Staaten folgende Maßnahmen:



- sich umgehend von emissionsintensiven Entwicklungsmodellen zu
verabschieden und stattdessen konsequent erneuerbare Energien zu
nutzen
- einen starken Textentwurf für ein menschenrechtsbasiertes,
faires, ehrgeiziges und verbindliches Klimaabkommen zu
formulieren
- die Gleichstellung der Geschlechter bei Klimaschutzmaßnahmen zu
fördern
- verstärkt finanzielle und technische Ressourcen vor allem durch
die Industrieländer bereitzustellen, um eine klimaresistente
Entwicklung mit geringen Emissionen zu fördern
- Anpassungsmaßnahmen zu stärken und das Risiko von Katastrophen
durch eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung staatlicher
Anpassungspläne zu reduzieren
- einen internationalen Mechanismus zu entwickeln, der für
Verluste und Schäden aufkommt, die durch den Klimawandel
ausgelöst werden
- Maßnahmen zu fördern, die die Ernährungssicherheit von armen und
verwundbaren Menschen stärken

ACHTUNG REDAKTIONEN: Der klimapolitische Koordinator von CARE,
Sven Harmeling, ist ab kommenden Donnerstag in Lima. Für
Einschätzungen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an die
CARE-Pressestelle. Den Bericht "Ein faires und gerechtes
Klimaabkommen für die Ärmsten der Welt" können Sie unter www.care.de
herunterladen.



Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de

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Datum: 28.11.2014 - 13:53 Uhr
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