Steinbach: Sklavereiverbot endlich weltweit durchsetzen
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Am 2. Dezember 2014 erinnert der Internationale Tag für die
Abschaffung der Sklaverei an die Opfer von Zwangsarbeit,
Menschenhandel und Zwangsprostitution. Dazu erklärt die Vorsitzende
der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:
"Obwohl nahezu alle Staaten weltweit Gesetze zum Verbot der
Sklaverei unterstützen, ist sie in der Praxis noch immer in
verschiedenen Formen anzutreffen. Deshalb müssen wir uns weiterhin
mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Menschenrechte auch in diesem
Punkt eingehalten und das Sklavereiverbot endlich durchgesetzt wird.
Aktuell hat die planmäßige Versklavung zahlreicher jesidischer
Mädchen und Frauen durch das Terrornetzwerk des sogenannten
Islamischen Staates im Irak sehr drastisch gezeigt, dass Sklaverei
auch weiterhin als gezieltes Mittel in religiösen oder ethnischen
Konflikten eingesetzt wird.
Darüber hinaus gibt es Sklaverei bis heute als Zwangsarbeit von
Erwachsenen und Kindern sowie in Verbindung mit Menschenhandel,
Zwangsprostitution und Organhandel. Laut der Internationalen
Arbeitsorganisation ILO leben weltweit mindestens 21 Millionen
Menschen in dieser modernen Form der Sklaverei. Ihre Grundrechte
werden systematisch missachtet. Der Global Slavery Index verzeichnet
- in absoluten Zahlen - die meisten Fälle in Indien und China. Ferner
sind ihm zufolge Mauretanien, Usbekistan, Haiti und Katar die Länder,
in denen Sklaverei am weitesten verbreitet ist. Aber auch in Europa
werden Jahr für Jahr tausende Fälle von Zwangsprostitution und
Menschenhandel bekannt.
Auch wenn der Weg zur Abschaffung der Sklaverei noch weit ist,
müssen wir ihn konsequent weiter beschreiten, die Täter zur
Rechenschaft ziehen und den Opfern beistehen. So müssen wir auch hier
in Deutschland entschlossen gegen alle Formen von Menschenhandel und
Zwangsprostitution vorgehen und die kriminellen Schleusernetzwerke
ausschalten."
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Datum: 01.12.2014 - 14:20 Uhr
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