Rheinische Post: Strategisches Problem
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Soldaten für die schnelle Eingreiftruppe der Nato in Osteuropa
stellen. Und das ist auch gut so. Die Bundesregierung hatte sich mit
am entschiedensten gegen die Forderungen der östlichen Nato-Partner
gewandt, dauerhaft Truppen der Allianz bei ihnen zu stationieren. Die
neue Eingreiftruppe stellt den Kompromiss dar - Bündnissolidarität
mit den besorgten Nachbarn Russlands zu üben, ohne Moskau zu
provozieren. Fraglich allerdings, ob derlei Rücksichtnahme im Kreml
nicht nur wieder als Zeichen westliche Schwäche interpretiert wird.
Der Tonfall der Nato gegenüber Russland ist zuletzt in dem Maße
schärfer geworden wie die Ratlosigkeit wächst, wie man Wladimir Putin
noch zur Räson bringen kann. Noch vor zwei Jahren galt Russland als
strategischer, wenn auch schwieriger Partner. Heute ist das Land ein
strategisches Problem. Inzwischen stellen sich westliche Politiker
notgedrungen auf eine dauerhafte Konfrontation ein. Dazu gehört
militärische Wachsamkeit, auch wenn es für die Ukraine-Krise keine
militärische Lösung geben kann.
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Datum: 02.12.2014 - 20:27 Uhr
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