Neuerscheinung: „Friss oder Hartz“ (Sachbuch)
Wallraff trifft auf Piketty
In der Armutsfalle - Ob Schulabbrecher oder Akademiker
Der Prolog des Buchs ist auf ein einziges Wort reduziert: „Empörung!“, in Anlehnung an Stéphane Hessels Essay „Empört Euch!“. Denn für Joachim gibt es im reichen Deutschland jede Menge Gründe, empört zu sein. Zum Beispiel darüber, dass in Berlin jedes dritte Kind in einem „Hartz-IV“-Haushalt aufwächst oder dass reiche Bundesbürger im Durchschnitt neun Jahre länger leben als arme Bundesbürger. Mit Zahlen und Fakten belegt der Autor: Der Niedriglohnsektor ist außer Kontrolle geraten. Nicht nur Kurierfahrer, Lageristen, Gastronomie-Angestellte oder Friseusen sind betroffen, auch viele Akademiker sitzen mittlerweile in der Armutsfalle. Das Risiko der sozialen Ausgrenzung betrifft somit einen wachsenden Personenkreis, quer durch die Gesellschaft. Gebildete und Ungebildete. Systembedingt können sich die allerwenigsten aus einer finanziellen Not durch eigene Arbeit befreien. Die Veränderungen sind für die Jüngsten wohl am Härtesten, denn viele können vom Lohn nichts mehr zurücklegen. Armut verhindert die politische, soziale und kulturelle Teilhabe der betroffenen Menschen. Der Autor sieht deshalb die soziale und demokratische Ordnung der Gesellschaft gefährdet. Auch der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde ab Januar 2015 wird laut Joachim daran nichts Grundlegendes ändern können: zu spät, zu wenig, zu viele Umgehungsmöglichkeiten (www.frissoderhartz.com).
Das Buch auf einen Blick:
Sachbuch
Friss oder Hartz: Warum Hungerlöhne unsere Gesellschaft zerstören
Laurent Joachim
November 2014
Paperback, 296 Seiten
ISBN 978-3-7347-2839-6
Verlag: BoD, Norderstedt
D 15,00 EUR
Auch als E-Book erhältlich (9,99 Euro).Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der freie Journalist, Übersetzer und Autor Laurent Joachim ist promovierter Politologe. Als einer der Autoren von Günter Wallraffs neuem Buch „Die Lastenträger“, das im Oktober 2014 erschien, verfasste er einen investigativen Beitrag über die schleichende Verarmung von Künstlern und Medienleuten („Brotlose Kunst 2.0“). 2012 veröffentlichte er unter anderem eine Artikelserie und ein Hörbuch mit dem Titel „Verletzte und Verlassene auf den Feldern Afghanistans - Eine Bilanz nach 10 Jahren Krieg“ auf Telepolis im Heise Verlag, sowie eine weitere Artikelreihe zu den „Kosten des Krieges“. Joachim schrieb auch für die renommierte französische Fachzeitschrift für Auswärtige Politik: „Politique Internationale“. Seine Dissertation zum Thema „Private Sicherheits- und Militärunternehmen“ betreute Professor Herfried Münkler an der Humboldt-Universität zu Berlin. Laurent Joachim, Jahrgang 1971, ist gebürtiger Franzose mit deutschem Pass und entstammt einer einfachen Arbeiterfamilie. Er lebt seit 2003 in Berlin. Weitere Informationen zum Autor unter www.laurentjoachim.com .
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Datum: 11.12.2014 - 16:48 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 11.12.2014
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