Viele Geschenke und ein ungedeckter Scheck

Viele Geschenke und ein ungedeckter Scheck

ID: 1147785

Viele Geschenke und ein ungedeckter Scheck



(pressrelations) -
Der Koalitionsvertrag erhält nach einer ersten ökonomischen Analyse schlechte Noten: Zu viele sozialpolitische Geschenke sowie Haushaltsüberschüsse, die gleich doppelt verplant werden.

"Jetzt wäre eigentlich die Zeit der Vorsorge, nicht der Fürsorge. Der Koalitionsvertrag berücksichtigt das nur unzureichend", erklärte IW-Direktor Prof. Michael Hüther. Das Erbe der mutigen Agenda 2010 drohe durch die Vorhaben der Großen Koalition verspielt zu werden. Eine heute in Berlin vorgelegte IW-Studie zu dem Vertragswerk listet eine ganze Reihe von Versäumnissen und falschen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen auf. In der Rentenpolitik kritisieren die Forscher vor allem die geplante Mütterrente. Sie koste anfänglich bereits 6,5 Milliarden Euro pro Jahr und könne dauerhaft nur über höhere Beitragssätze finanziert werden. Die Möglichkeit einer vorzeitigen abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte konterkariere wiederum die Erfolge der Rente mit 67 Jahren.

In der Gesundheitspolitik bemängelt das IW, dass den Beitragszahlern für die Pflegeversicherung zusätzliche Lasten von zunächst 5,5 Milliarden Euro pro Jahr aufgebürdet werden. Grund dafür sind Beitragsanhebungen für Leistungsausweitungen und die Umsetzung eines erweiterten Pflegebegriffs, der sich nach Ansicht der IW-Forscher aber auch kostenneutral gestalten ließe.

Ferner kritisiert die Studie, dass im Koalitionsvertrag ein möglicher Haushaltsüberschuss gleich zweimal ausgegeben wird. Die aktuelle Finanzplanung erwartet bis 2017 Überschüsse von insgesamt rund 15 Milliarden Euro. Damit die Schuldenquote der Bundesrepublik auf unter 70 Prozent sinken kann, sollen mit diesem Geld Schulden abgebaut werden. Der Überschuss kann dann aber nicht gleichzeitig zur Finanzierung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Mehrausgaben von 23 Milliarden Euro dienen.


Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. IW Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21


50459 Köln
Deutschland

Telefon: 0221 4981-1
Telefax: 0221 4981-533

Mail: presse@iwkoeln.de
URL: www.iwkoeln.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. IW Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50459 Köln
Deutschland

Telefon: 0221 4981-1
Telefax: 0221 4981-533

Mail: presse(at)iwkoeln.de
URL: www.iwkoeln.de



drucken  als PDF  Hilfe für Betroffene des Taifuns Haiyan Dauerausstellung der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt Andreasstraße in Erfurt mit Mitteln des Kulturstaatsministers eröffnet
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.12.2014 - 02:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1147785
Anzahl Zeichen: 2387

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 211 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Viele Geschenke und ein ungedeckter Scheck"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. IW Köln (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Weniger statt mehr ...
Die Banken im Euroraum haben die Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte in den vergangenen Jahren reduziert, während sie mehr Geld in Staatsanleihen gesteckt haben. Das könnte gefährlich werden, wie der "Bankenmonitor 2015" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zei

Misstrauen in Krisenländern ist hoch ...
Krisen wie die an den weltweiten Finanzmärkten oder in der Europäischen Währungsunion haben eines gemeinsam: Mangelndes Vertrauen hat sie ausgelöst oder zumindest merklich verstärkt. Aktuell wird das am Beispiel Griechenland deutlich, wie der neue Vertrauensindex des Instituts der deutschen W

Europäische Kapitalmarktunion - Zuerst das Vertrauen wiederherstellen ...
Damit die Unternehmen in Europa wieder mehr investieren, schlägt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Kapitalmarktunion vor. Mit ihrer Hilfe könnten sich Firmen europaweit auf dem Kapitalmarkt refinanzieren. Doch gegen die aktuelle Investitionsschwäche hilft nur ein umfassendes Maßnahm


Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. IW Köln


Umgang mit missbrauchten Kindern: HAWK entwickelt Weiterbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte ...
auchten Kindern: HAWK entwickelt Weiterbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte "Betroffene Kinder brauchen Erwachsene, die einiges aushalten, sie brauchen gestandene Menschen", zitiert Prof. Dr. Anna Wittmann von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit eine in ihrem Forschung

Braunkohlenplan Welzow-Süd Teilfeld II: Gewässerschutz unzureichend berücksichtigt ...
Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich der heute von Greenpeace formulierten Warnung vor den negativen Auswirkungen des Aufschlusses des Tagebaus Welzow-Süd Teilfeld II auf den Wasserhaushalt der Region angeschlossen. "Das heute von Greenpeace vorgelegte Gutachten zu wasserwirtsch

Euroraum: 2014 Ende der Rezession, aber kein Ende der Krise ...
de der Rezession, aber kein Ende der Krise Neue Studie von IMK, OFCE und ECLM entwickelt Investitionsstrategie Euroraum: 2014 Ende der Rezession, aber kein Ende der Krise Der Euroraum wird im kommenden Jahr die hartnäckige Rezession hinter sich lassen, die dieses Jahr noch geprägt hat. D

IWM erhält Forschungsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro ...
ungsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir nach der hervorragenden Evaluierung durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft nun den nächsten Erfolg nach Tübingen tragen können", gibt der Direktor des IWM, Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse, bekannt. Eine

Dauerausstellung der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt Andreasstraße in Erfurt mit Mitteln des Kulturstaatsministers eröffnet ...
Am heutigen Mittwoch ist die neue Dauerausstellung der Gedenk- und Bildungsstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt Andreasstraße in Erfurt eröffnet worden. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hab


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z