Gegen den Extremismus sachlich argumentieren
ID: 1148051
gen den Extremismus sachlich argumentieren
Das Thema Extremismus erfährt gegenwärtig durch die mediale Berichterstattung zu den Prozessverhandlungen über die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes argumentative Triebkraft. Der 25. Band des "Jahrbuchs Extremismus und Demokratie (E D)" erscheint am 10. Dezember 2013 und stellt sich genau dieser Thematik des Extremismus. Die Autoren verfolgen das Ziel, die Demokratie zu verteidigen und den Extremismus anhand sachlicher Argumentationen und Faktenverwertung zu bekämpfen. "Wir sagen nicht: Keine Freiheit den Feinden der Freiheit. Wir sagen: Keine Freiheit zur Abschaffung der Freiheit. Als Anhänger der Liberalität wollen wir uns mit den Gegnern der Demokratie argumentativ auseinandersetzen, nicht mit Schaum vor dem Mund", so Prof. Dr. Eckhard Jesse, Inhaber der Professur Politische Systeme, Politische Institutionen an der TU Chemnitz. Zusammen mit Prof. Dr. Alexander Gallus von der Professur Politische Theorie und Ideengeschichte der TU Chemnitz und Prof. Dr. Uwe Backes vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden ist er Herausgeber dieses seit 1989 erscheinenden Jahrbuches.
Auch der 25. Band gliedert sich in drei Kategorien: "Analysen", "Daten, Dokumente, Dossiers" und "Literatur". Die Kategorie "Analysen" beinhaltet eine ideengeschichtliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen von "Extremen Denken" (Barbara Zehnpfennig), eine empirische Analyse der Erfolgsbedingungen von parteiförmigem Linksextremismus in Europa (Tom Mannewitz) und eine biographische Studie zu Henning Eichberg, Vordenker der sogenannten Neuen Rechten (Manuel Seitenbecher). Zudem stellt hier Mitherausgeber Eckard Jesse die seit 2002 publizierten Studien über "Extremismus und Mitte" von einer Leipziger Forschergruppe um Elmar Brähler und Oliver Decker in Frage. "Ich versuche in dem Beitrag zu zeigen, dass man durch Suggestivformulierungen einen hohen Anteil von Rechtsextremisten produzieren kann. Wenn jemand der Aussage `Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben´ zustimmt, so gilt das als Zeichen des Extremismus", sagt Prof. Dr. Jesse.
In der Kategorie "Daten, Dokumente, Dossiers" stehen Standardinformationen zur Wahl- und Organisationsentwicklung des politischen Extremismus in Deutschland - in den Themen "Wahlen 2012" (Eckard Jesse), "Organisationen 2012" (Uwe Backes) und "Dokumentation 2012" (Alexander Gallus). Außerdem werden hier verschiedene Porträts vorgestellt - über die Person Lothar Bisky (Eckard Jesse), das Land Norwegen (Nicola Karcher) und die Rechtsaußenzeitschrift ZUERST! (Elmar Vieregge). Daneben werden linksextremistische Musik in Deutschland (Ulrike Madest), muslimfeindlicher Rechtsextremismus (Uwe Backes) und das Kaukasus-Emirat als pankaukasische Dschihadfront (Michail Logvinov) erörtert.
Knapp die Hälfte der 25. Ausgabe des Jahrbuchs bildet die Kategorie "Literatur": Literaturberichte, Sammelrezensionen und eine Vielzahl weiterer Auseinandersetzungen mit Büchern. Autoren sind unter anderem Hans-Gerd Jaschke, Lazaros Miliopoulos und Kai Arzheimer. In den Bereichen "Hauptbesprechungen", "Kurzbesprechungen" und "Kommentierte Bibliographie" werden mehr als 200 Neuerscheinungen entweder ausführlich oder kurz vorgestellt. In den "Mitteilungen und Hinweisen" sind verschiedene Selbstdarstellungen von Extremismus-themenbezogenen Vereinen, Zeitschriften und Gesellschaften aufzufinden, darunter der Chemnitzer "Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V.".
Neben Prof. Jesse sind weitere Politikwissenschaftler der TU Chemnitz in der 25. Ausgabe vertreten: Dr. Sebastian Liebold, Dr. Tom Mannewitz, Dr. Frank Schale, Dr. Thomas Schubert, Prof. em. Dr. Alfons Söllner, Dr. Ellen Thümmler. Redaktionsassistentinnen sind die Chemnitzer Politikwissenschaftler Madeleine Petschke und Dajana Richter. "Wir wollen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, damit er beizeiten einen Beitrag schreiben kann", so Prof. Dr. Jesse.
Bibliographische Angaben: Uwe Backes/Alexander Gallus/Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus Demokratie (E D), Bd. 25, Baden-Baden 2013, Nomos Verlag, ISBN SBN 978-3-8487-1034-8, Baden-Baden, 520 Seiten, 58 Euro.
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Telefax: 0371 / 531-1342
URL: http://www.tu-chemnitz.de
Das Thema Extremismus erfährt gegenwärtig durch die mediale Berichterstattung zu den Prozessverhandlungen über die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes argumentative Triebkraft. Der 25. Band des "Jahrbuchs Extremismus und Demokratie (E D)" erscheint am 10. Dezember 2013 und stellt sich genau dieser Thematik des Extremismus. Die Autoren verfolgen das Ziel, die Demokratie zu verteidigen und den Extremismus anhand sachlicher Argumentationen und Faktenverwertung zu bekämpfen. "Wir sagen nicht: Keine Freiheit den Feinden der Freiheit. Wir sagen: Keine Freiheit zur Abschaffung der Freiheit. Als Anhänger der Liberalität wollen wir uns mit den Gegnern der Demokratie argumentativ auseinandersetzen, nicht mit Schaum vor dem Mund", so Prof. Dr. Eckhard Jesse, Inhaber der Professur Politische Systeme, Politische Institutionen an der TU Chemnitz. Zusammen mit Prof. Dr. Alexander Gallus von der Professur Politische Theorie und Ideengeschichte der TU Chemnitz und Prof. Dr. Uwe Backes vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden ist er Herausgeber dieses seit 1989 erscheinenden Jahrbuches.
Auch der 25. Band gliedert sich in drei Kategorien: "Analysen", "Daten, Dokumente, Dossiers" und "Literatur". Die Kategorie "Analysen" beinhaltet eine ideengeschichtliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen von "Extremen Denken" (Barbara Zehnpfennig), eine empirische Analyse der Erfolgsbedingungen von parteiförmigem Linksextremismus in Europa (Tom Mannewitz) und eine biographische Studie zu Henning Eichberg, Vordenker der sogenannten Neuen Rechten (Manuel Seitenbecher). Zudem stellt hier Mitherausgeber Eckard Jesse die seit 2002 publizierten Studien über "Extremismus und Mitte" von einer Leipziger Forschergruppe um Elmar Brähler und Oliver Decker in Frage. "Ich versuche in dem Beitrag zu zeigen, dass man durch Suggestivformulierungen einen hohen Anteil von Rechtsextremisten produzieren kann. Wenn jemand der Aussage `Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben´ zustimmt, so gilt das als Zeichen des Extremismus", sagt Prof. Dr. Jesse.
In der Kategorie "Daten, Dokumente, Dossiers" stehen Standardinformationen zur Wahl- und Organisationsentwicklung des politischen Extremismus in Deutschland - in den Themen "Wahlen 2012" (Eckard Jesse), "Organisationen 2012" (Uwe Backes) und "Dokumentation 2012" (Alexander Gallus). Außerdem werden hier verschiedene Porträts vorgestellt - über die Person Lothar Bisky (Eckard Jesse), das Land Norwegen (Nicola Karcher) und die Rechtsaußenzeitschrift ZUERST! (Elmar Vieregge). Daneben werden linksextremistische Musik in Deutschland (Ulrike Madest), muslimfeindlicher Rechtsextremismus (Uwe Backes) und das Kaukasus-Emirat als pankaukasische Dschihadfront (Michail Logvinov) erörtert.
Knapp die Hälfte der 25. Ausgabe des Jahrbuchs bildet die Kategorie "Literatur": Literaturberichte, Sammelrezensionen und eine Vielzahl weiterer Auseinandersetzungen mit Büchern. Autoren sind unter anderem Hans-Gerd Jaschke, Lazaros Miliopoulos und Kai Arzheimer. In den Bereichen "Hauptbesprechungen", "Kurzbesprechungen" und "Kommentierte Bibliographie" werden mehr als 200 Neuerscheinungen entweder ausführlich oder kurz vorgestellt. In den "Mitteilungen und Hinweisen" sind verschiedene Selbstdarstellungen von Extremismus-themenbezogenen Vereinen, Zeitschriften und Gesellschaften aufzufinden, darunter der Chemnitzer "Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V.".
Neben Prof. Jesse sind weitere Politikwissenschaftler der TU Chemnitz in der 25. Ausgabe vertreten: Dr. Sebastian Liebold, Dr. Tom Mannewitz, Dr. Frank Schale, Dr. Thomas Schubert, Prof. em. Dr. Alfons Söllner, Dr. Ellen Thümmler. Redaktionsassistentinnen sind die Chemnitzer Politikwissenschaftler Madeleine Petschke und Dajana Richter. "Wir wollen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, damit er beizeiten einen Beitrag schreiben kann", so Prof. Dr. Jesse.
Bibliographische Angaben: Uwe Backes/Alexander Gallus/Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus Demokratie (E D), Bd. 25, Baden-Baden 2013, Nomos Verlag, ISBN SBN 978-3-8487-1034-8, Baden-Baden, 520 Seiten, 58 Euro.
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Datum: 12.12.2014 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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