Erste DZIF-Professorin in Hamburg am Start

Erste DZIF-Professorin in Hamburg am Start

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Durch HIV, SARS, EHEC und Schweingrippe ist klar geworden, dass immer wieder neue und aggressive Erreger auftreten und Epidemien auslösen können. Häufig sind es Viren, die von Wildtieren auf den Menschen übertragen werden und von harmlosen zu aggressiven Varianten mutieren. "Panik muss man nicht haben", meint die junge Professorin Marylyn Addo, "aber man sollte alles daransetzen, bei einem neuen Ausbruch gut vorbereitet zu sein". Dieses ist auch eines der erklärten Ziele des DZIF: Im Rahmen seines Forschungsbereichs "Neu auftretende Infektionskrankheiten" arbeiten Mediziner und Infektionsforscher seit etwas mehr als einem Jahr an verschiedenen Standorten in Deutschland gemeinsam an neuen Diagnostika, Impfstoffen und Medikamenten. Mit ihrem Schwerpunkt Virus-Immunologie und ihren Erfahrungen in der Funktionsweise des AIDS-Virus bringt Addo wichtige Kenntnisse in den Verbund ein.

"Viele unserer Forschungsergebnisse mit HIV lassen sich auch auf andere Viren anwenden", ist die Forscherin überzeugt. Neben ihrer Expertise in der internationalen Infektionsforschung bringt sie Erfahrung in Umgang mit Patienten mit. Ein wichtiger Punkt, denn im DZIF wird Translationsforschung betrieben: Systematisch und zielstrebig sollen die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung überführt werden.

Marylyn Addo wuchs in der Nähe von Bonn auf und machte dort 1989 ihr Abitur. Schon während des Medizinstudiums zog es sie ins Ausland; im Rahmen des ERASMUS-Programms verbrachte Addo je ein Jahr in Strasbourg und Lausanne, wo sie bereits auf das Thema stieß, das sie fortan zielstrebig verfolgte: HIV und die Tropenmedizin. Da es in Deutschland in diesem Bereich damals noch keine spezielle Ausbildung gab, ging Addo nach ihrer Doktorarbeit in medizinischer Mikrobiologie nach London, wo sie eine Zusatzausbildung für Tropenmedizin abschloss. 1999 folgte der Sprung in die USA, zunächst an das Massachusetts General Hospital (MGH) in Boston, 2007 an das Ragon-Institut, das die Forschung an HIV/AIDS für das MGH, das MIT und die Harvard Medical School in Boston steuert. In diesem Jahr wurde Marylyn Addo außerdem ausgezeichnet mit einer Ehrenprofessur an der Universität von KwaZulu-Natal, Durban, Südafrika, wo sie seit Jahren mehrere Wochen des Jahres forscht und lehrt. Im Rahmen ihrer DZIF-Professur wird sie auch weiterhin in Afrika tätig sein. Die enge Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen auf dem afrikanischen Kontinent gehört zum Programm des DZIF.

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 150 Wissenschaftler aus 32 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Mehr Informationen finden Sie unter www.dzif.de.



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Durch HIV, SARS, EHEC und Schweingrippe ist klar geworden, dass immer wieder neue und aggressive Erreger auftreten und Epidemien auslösen können. Häufig sind es Viren, die von Wildtieren auf den Menschen übertragen werden und von harmlosen zu aggressiven Varianten mutieren. "Panik muss man nicht haben", meint die junge Professorin Marylyn Addo, "aber man sollte alles daransetzen, bei einem neuen Ausbruch gut vorbereitet zu sein". Dieses ist auch eines der erklärten Ziele des DZIF: Im Rahmen seines Forschungsbereichs "Neu auftretende Infektionskrankheiten" arbeiten Mediziner und Infektionsforscher seit etwas mehr als einem Jahr an verschiedenen Standorten in Deutschland gemeinsam an neuen Diagnostika, Impfstoffen und Medikamenten. Mit ihrem Schwerpunkt Virus-Immunologie und ihren Erfahrungen in der Funktionsweise des AIDS-Virus bringt Addo wichtige Kenntnisse in den Verbund ein.

"Viele unserer Forschungsergebnisse mit HIV lassen sich auch auf andere Viren anwenden", ist die Forscherin überzeugt. Neben ihrer Expertise in der internationalen Infektionsforschung bringt sie Erfahrung in Umgang mit Patienten mit. Ein wichtiger Punkt, denn im DZIF wird Translationsforschung betrieben: Systematisch und zielstrebig sollen die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung überführt werden.

Marylyn Addo wuchs in der Nähe von Bonn auf und machte dort 1989 ihr Abitur. Schon während des Medizinstudiums zog es sie ins Ausland; im Rahmen des ERASMUS-Programms verbrachte Addo je ein Jahr in Strasbourg und Lausanne, wo sie bereits auf das Thema stieß, das sie fortan zielstrebig verfolgte: HIV und die Tropenmedizin. Da es in Deutschland in diesem Bereich damals noch keine spezielle Ausbildung gab, ging Addo nach ihrer Doktorarbeit in medizinischer Mikrobiologie nach London, wo sie eine Zusatzausbildung für Tropenmedizin abschloss. 1999 folgte der Sprung in die USA, zunächst an das Massachusetts General Hospital (MGH) in Boston, 2007 an das Ragon-Institut, das die Forschung an HIV/AIDS für das MGH, das MIT und die Harvard Medical School in Boston steuert. In diesem Jahr wurde Marylyn Addo außerdem ausgezeichnet mit einer Ehrenprofessur an der Universität von KwaZulu-Natal, Durban, Südafrika, wo sie seit Jahren mehrere Wochen des Jahres forscht und lehrt. Im Rahmen ihrer DZIF-Professur wird sie auch weiterhin in Afrika tätig sein. Die enge Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen auf dem afrikanischen Kontinent gehört zum Programm des DZIF.



Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 150 Wissenschaftler aus 32 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Mehr Informationen finden Sie unter www.dzif.de.
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