Expertenrat für die Verwaltung
ID: 1149024
pertenrat für die Verwaltung
Der Rechtswissenschaftler Dr. Enrico Peuker von der Universität Jena erhält einen Preis der Johann Joachim Becher-Stiftung Speyer. Peuker wird für seinen Wettbewerbsbeitrag "Bürokratische Expertise und Demokratie in Europa. Legitimität im Europäischen Verwaltungsverbund" geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wird im April nächsten Jahres im Rahmen eines festlichen Symposiums überreicht, wie jetzt mitgeteilt worden ist.
"Die Verwaltung der Europäischen Union ist nicht hinreichend demokratisch legitimiert", sagt Peuker. Insbesondere fehlten der parlamentarische Einfluss und die effektive Kontrolle durch Parlamente. Das gelte vor allem für das Zusammenspiel von nationalen Verwaltungen mit der EU-Bürokratie.
In seiner Arbeit hat Peuker nun dargelegt, wie die europäische Verwaltung durch die Einbeziehung von Sachverständigen aus Verwaltung und Wissenschaft besser legitimiert werden kann. "Wenn Experten hinzugezogen werden, fördert das sowohl das Vertrauen als auch die Akzeptanz der Beteiligten", konstatiert Peuker, der gegenwärtig als Habilitand am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie Jean Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration von Prof. Dr. Matthias Ruffert tätig ist.
Die nun preisgekrönte Arbeit fußt auf Peukers Dissertation "Bürokratie und Demokratie in Europa. Legitimität im Europäischen Verwaltungsverbund", die 2011 veröffentlicht wurde.
Als Beispiele für die willkommene Expertise von Sachverständigen nennt Enrico Peuker das Procedere bei der Zulassung von Produkten, speziell bei Chemikalien, Medikamenten und Lebensmitteln. Ein weiteres Gebiet für den Einsatz von Experten sei der europäische Energiemarkt.
Die Johann Joachim Becher-Stiftung hält die Erinnerung an ihren 1635 in Speyer geborenen Namensgeber wach. Becher war Merkantilist, Professor der Medizin und Alchimist. Als Berater des Kaisers und der Kurfürsten wirkte er in Wien, Mainz, Mannheim und München. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gesetzt, Bechers Denk- und Handlungsansätze fortzuführen, indem sie den Austausch von Wissen und Rat zwischen Wirtschaft, Politik, Technik und Wissenschaft fördert. Im Sinne des Stiftungszwecks wird periodisch ein Wettbewerb veranstaltet, dessen Motto diesmal lautete: "Sachverständige Politikberatung: Funktionsbedingung oder Gefährdung der Demokratie?"
Kontakt:
Dr. Enrico Peuker
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3,
07743 Jena
Tel.: 03641 / 942206
E-Mail: enrico.peuker[at]uni-jena.de
Der Rechtswissenschaftler Dr. Enrico Peuker von der Universität Jena erhält einen Preis der Johann Joachim Becher-Stiftung Speyer. Peuker wird für seinen Wettbewerbsbeitrag "Bürokratische Expertise und Demokratie in Europa. Legitimität im Europäischen Verwaltungsverbund" geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wird im April nächsten Jahres im Rahmen eines festlichen Symposiums überreicht, wie jetzt mitgeteilt worden ist.
"Die Verwaltung der Europäischen Union ist nicht hinreichend demokratisch legitimiert", sagt Peuker. Insbesondere fehlten der parlamentarische Einfluss und die effektive Kontrolle durch Parlamente. Das gelte vor allem für das Zusammenspiel von nationalen Verwaltungen mit der EU-Bürokratie.
In seiner Arbeit hat Peuker nun dargelegt, wie die europäische Verwaltung durch die Einbeziehung von Sachverständigen aus Verwaltung und Wissenschaft besser legitimiert werden kann. "Wenn Experten hinzugezogen werden, fördert das sowohl das Vertrauen als auch die Akzeptanz der Beteiligten", konstatiert Peuker, der gegenwärtig als Habilitand am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie Jean Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration von Prof. Dr. Matthias Ruffert tätig ist.
Die nun preisgekrönte Arbeit fußt auf Peukers Dissertation "Bürokratie und Demokratie in Europa. Legitimität im Europäischen Verwaltungsverbund", die 2011 veröffentlicht wurde.
Als Beispiele für die willkommene Expertise von Sachverständigen nennt Enrico Peuker das Procedere bei der Zulassung von Produkten, speziell bei Chemikalien, Medikamenten und Lebensmitteln. Ein weiteres Gebiet für den Einsatz von Experten sei der europäische Energiemarkt.
Die Johann Joachim Becher-Stiftung hält die Erinnerung an ihren 1635 in Speyer geborenen Namensgeber wach. Becher war Merkantilist, Professor der Medizin und Alchimist. Als Berater des Kaisers und der Kurfürsten wirkte er in Wien, Mainz, Mannheim und München. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gesetzt, Bechers Denk- und Handlungsansätze fortzuführen, indem sie den Austausch von Wissen und Rat zwischen Wirtschaft, Politik, Technik und Wissenschaft fördert. Im Sinne des Stiftungszwecks wird periodisch ein Wettbewerb veranstaltet, dessen Motto diesmal lautete: "Sachverständige Politikberatung: Funktionsbedingung oder Gefährdung der Demokratie?"
Kontakt:
Dr. Enrico Peuker
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3,
07743 Jena
Tel.: 03641 / 942206
E-Mail: enrico.peuker[at]uni-jena.de
PresseKontakt / Agentur:
Dr. Enrico Peuker
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3,
07743 Jena
Tel.: 03641 / 942206
E-Mail: enrico.peuker[at]uni-jena.de
Datum: 14.12.2014 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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