NABU: Rund 80 Schutzprojekte für die seltene Bekassine
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NABU: Rund 80 Schutzprojekte für die seltene Bekassine
"Vogel des Jahres 2013" weiter stark gefährdet
Die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, wird immer seltener und findet immer weniger Brutmöglichkeiten. Das ist das Ergebnis einer Kartierung von Brutvorkommen, die der NABU zusammen mit seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) in diesem Jahr vorgenommen hat. Auch wenn die abschließenden Ergebnisse noch ausstehen, zeichnet sich nach der bisherigen Auswertung der Meldungen aus Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein ein weiterer erheblicher Bestandsrückgang ab. In den drei Bundesländern brüten zusammen über 50 Prozent der Bekassinen in Deutschland. Demgegenüber scheint die Zahl der brütenden Bekassinen in Sachsen-Anhalt, die etwa fünf Prozent des Bundesbestands beträgt, seit über zehn Jahren stabil zu sein.
"Mit den vorläufigen Daten wird bereits offensichtlich, dass auch nach dem Bekassinen-Jahr große Anstrengungen notwendig sind, um den Rückgang dieser Art zu stoppen", sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Hauptgrund für das Aussterben des Schnepfenvogels ist vor allem die systematische Zerstörung ihres Lebensraums. Heute sind 95 Prozent der heimischen Moore zerstört und 90 Prozent des Grünlandes in Deutschland intensiv bewirtschaftet. "Von der Politik erwarten wir daher einen konsequenten Schutz für alle Arten der Feuchtwiesen und Moore. Wiesen, Weiden und Moore zu erhalten und wiederzuvernässen ist zudem ein sehr effizienter Beitrag zum Klimaschutz", so Lachmann.
In Deutschland leben heute nur noch 5.500 bis 6.700 Bekassinen-Brutpaare - etwa die Hälfte des Bestandes von vor 20 Jahren. Dass der Vogel heute selten ist, macht sich auch im Bekanntheitsgrad bemerkbar. Nach einer aktuellen Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag des NABU konnten über die Hälfte der Befragten die Frage "Was ist eine Bekassine?" nicht beantworten, lediglich 18 Prozent wussten, dass es ein Vogel ist.
Aktuell setzt sich der NABU für den Schutz des Lebensraumes der Bekassine ein. In rund 80 Projekten in ganz Deutschland kümmern sich NABU-Gruppen beispielsweise um die Pflege oder Neuanlage von Feuchtbiotopen oder ermutigen Landwirte zur Umsetzung von Förderprogrammen zum Schutz von Feuchtwiesenvögeln.
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Datum: 14.12.2014 - 19:15 Uhr
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