NABU und bag arbeit: Umwelt- und Arbeitsplatzpotenzial von "Re-Use wird verkannt

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NABU und bag arbeit: Umwelt- und Arbeitsplatzpotenzial von "Re-Use" wird verkannt



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Wachstum der Wiederverwendungsbetriebe unerlässlich

Berlin - Über drei Millionen Tonnen Sperrmüll und ausgediente Elektrogeräte werden jährlich in Deutschland verbrannt oder recycelt, obwohl vieles davon noch wiederverwendet werden könnte. Meist lohnt es sich, zu reparieren oder Teile weiter zu verarbeiten. Deshalb legt eine europaweit gültige Hierarchie per Gesetz fest, dass Abfallvermeidung und Wiederverwendung Priorität haben. Der NABU und die bag arbeit fordern vor diesem Hintergrund die Wiederverwendung systematisch auszubauen. Dazu müssten Bund und Länder eine Förder- und Beratungsstruktur etablieren und dafür wichtige Akteure wie z.B. die Energie- oder Effizienzagenturen und die Abfallberatungen in den Kommunen mit einbeziehen.

"Wiederverwendung schont die natürlichen Ressourcen und hat als Maßnahme der Abfallvermeidung auch laut Kreislaufwirtschaftsgesetz Vorrang vor anderen Verwertungsformen. Zu unserem Erstaunen existiert jedoch immer noch kein überzeugendes Angebot in der Fläche", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich der Tagung "Abfallvermeidung ganz praktisch" am Donnerstag in Berlin.
Beide Verbände sind der Überzeugung, dass Sozialunternehmen, die sich in der Wiederverwendung engagieren, in beispielhafter Weise soziale und ökologische Anliegen verbinden. "Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung ist hier tägliche Praxis. Wenn wir mehr wirtschaftlich arbeitende Betriebe aufbauen wollen, müssen diese aber besser auf das Gebrauchtmaterial zugreifen können. Die Praxis zeigt, dass hierzu Engagement, Motivation und ein gut abgestimmtes Vorgehen der Akteure vor Ort notwendig sind", betonte Judith Aust, Geschäftsführerin der bag arbeit.

"Jetzt sind Bundes- und Landespolitik in der Pflicht, das bisher verkannte Thema aus der Nische zu holen und konsequent die im 2013 beschlossenen Abfallvermeidungsprogramm empfohlenen Maßnahmen umzusetzen", so NABU und bag arbeit.
Auf der Tagung "Abfallvermeidung ganz praktisch: Wiederverwendung in den Regionen stärken" am 16.01.2014 diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung sowie von Sozialbetrieben und Entsorgungsunternehmen über Maßnahmen sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Wiederverwendung. Weitere Informationen und die Tagungsdokumentation unter: www.NABU.de/wiederverwendung



Über den NABU
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist mit mehr als 520.000 Mitgliedern und Förderern Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband. Er setzt sich bei Politik und Wirtschaft für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und weniger Müll ein.
Über die bag arbeit

Die mehr als 300 in der bag arbeit zusammengeschlossenen Unternehmen engagieren sich in der Bildungs- und Arbeitsförderung. Sie setzen ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen ein, um arbeitslosen Menschen Chancen auf eine soziale und berufliche Integration zu eröffnen. In der Verbandsfachgruppe Arbeit
Umwelt sind mehr als 100 Unternehmen vereint, die im Gebrauchtwarenhandel und Recycling tätig sind.

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Katharina Istel, NABU-Bundesverband, Tel. 030-284984-1950, E-Mail: Katharina.Istel@NABU.de
Martin Koch, bag arbeit e.V., Tel. 030-283058-12, Mobil 0172-5988347, E-Mail koch@bag-arbeit.de

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Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole Flöper

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Datum: 16.12.2014 - 23:15 Uhr
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