NABU: Bundesregierung muss bei Meseberg-Beschlüssen zum EEG nachbessern

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NABU: Bundesregierung muss bei Meseberg-Beschlüssen zum EEG nachbessern



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Tschimpke: Sorgfalt vor Schnelligkeit beim Ausbau der erneuerbaren Energien

Anlässlich der heutigen Beschlüsse zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf der Klausurtagung der Bundesregierung im brandenburgischen Meseberg fordert der NABU Nachbesserungen. Dazu hat der NABU ein aktuelles Papier mit seinen Forderungen zur Energiewende im Strommarkt vorgelegt. Darin unterstützt er, die Förderung künftig auf die kosteneffizientesten Technologien Windenergie an Land und Photovoltaik zu konzentrieren, wenn diese an Standortqualität und Naturverträglichkeit ausgerichtet werden. "Nicht das EEG oder atmende Deckel sind die geeigneten und vernünftigen Steuerungselemente für eine naturverträgliche Energiewende, sondern vor allem eine kluge Regionalplanung, die Natur- und Artenschutzaspekte berücksichtigt", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Hier müsse "Sorgfalt vor Schnelligkeit" gelten.

Der NABU begrüßt die Pläne für eine deutliche Begrenzung der Biomassenutzung und der Offshore-Windenergie, für die sich der Verband seit langem eingesetzt hat. "Zur Vermeidung einer weiteren Vermaisung der Landschaft muss der Zubau von Biogasanlagen auf die Verwertung von Gülle und Abfällen konzentriert werden. Allerdings fehlen Anreize vor allem für Bestandsanlagen, um den Einsatz von Monokulturen schrittweise zu reduzieren und ökologisch vorteilhaftere Energiepflanzen nutzen zu können", forderte Tschimpke. Die Anpassungen im Offshore-Bereich müssten über die Reform des EEG hinausgehen und erfordern ein räumliches Gesamtkonzept, das den Belangen des Meeresschutzes und dem reduzierten Ausbaubedarf für die Stromnetze Rechnung trägt.

Um die Energiewende klima- und naturverträglich vorantreiben zu können, sind aus NABU-Sicht weitere Maßnahmen notwendig. "Energieminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks müssen dringend Antworten liefern, wie in den nächsten Jahren mehr Energie in Gebäuden und beim Verkehr eingespart sowie die Stromerzeugung aus Braunkohle zurück gedrängt werden kann. Sonst verfehlt Deutschland seine Klimaschutzziele", so Tschimpke. Gleichzeitig müssten negative Auswirkungen von erneuerbaren Energien und Stromnetzen auf den Natur- und Artenschutz sorgfältig bewertet und begrenzt werden, damit Fehlentwicklungen und Investitionsrisiken vermieden sowie die öffentliche Akzeptanz für Veränderungen in der Landschaft verbessert werden. "Daher sollte die Bundesregierung das im Koalitionsvertrag vorgesehene Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende zügig umsetzen und ab dem kommenden Jahr dafür eigene Finanzmittel im Bundeshaushalt zur Verfügung stellen", so der NABU-Präsident.




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Datum: 17.12.2014 - 23:15 Uhr
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