Aus dem eigenen Sud herauskommen

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"Keine Angst, eine Stewardess bekommt bei einem Transatlantikflug deutlich mehr Strahlung ab", sagt Prof. Dr. Andreas Drauschke. Ihm gegenüber sitzen fünf Studierende und sind nach dieser Aussage merklich beruhigt. Denn gleich sind sie dran und sollen mit radioaktivem Cäsium experimentieren.

Die jungen Leute studieren Biomedizinische Technik an der Fachhochschule Technikum Wien (FH Technikum Wien) und sind derzeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Gast. Noch bis Freitag (24.01.) absolvieren sie hier gemeinsam mit rund 50 Kommilitonen ein einwöchiges physikalisches Laborpraktikum. "Wir können hier Experimente durchführen, die in Wien nicht möglich sind, aber fundamental für das Studium", sagt Andreas Drauschke, der die Studierenden betreut. "Das Jenaer Praktikum ist damit eine ideale Ergänzung zum regulären Studienplan", so der Lektor von der FH Wien.

Die Jenaer Universität und das Institut für Biomedizinische Technik der FH Technikum Wien arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen. Seit 2010 besteht eine offizielle Kooperationsvereinbarung. "Wir tauschen Ausbildungsmaterial aus und geben uns gegenseitig Feedback, wie wir die Lehre - insbesondere die Laborpraktika - noch weiter verbessern können", sagt Andreas Drauschke, der in Jena studiert und promoviert hat. Die noch immer engen persönlichen Kontakte gaben auch den Anstoß für die deutsch-österreichische Zusammenarbeit.

Im vergangenen Jahr kamen schließlich erstmals Wiener Studierende für das Laborpraktikum in die Saalestadt. Das Praktikum ist ein freiwilliges Angebot. Zudem zahlen die Studierenden Anreise und Unterkunft selbst. "Dennoch war die Resonanz so überwältigend, dass sich in diesem Jahr fast doppelt so viele Studierende angemeldet haben", berichtet die Leiterin des Physikalischen Grundpraktikums der Uni Jena, PD Dr. Katharina Schreyer. "Wir freuen uns sehr, dass die Jenaer uns erneut so herzlich empfangen", ergänzt Andreas Drauschke. Immerhin sei eine so enge Zusammenarbeit zwischen einer Universität und einer Fachhochschule nicht selbstverständlich, betont er.

Die Wiener Studierenden beschäftigen sich in Jena nicht nur mit Radioaktivität, sondern auch mit den Eigenschaften von Röntgenstrahlung, Mikrowellen und Ultraschall. Zukünftig ist geplant, dass auch Jenaer Studierende nach Wien reisen. "Es ist uns einfach wichtig, dass die Studierenden andere Herangehensweisen kennenlernen und so aus ihrem eigenen Sud herauskommen", sagt Drauschke.
Die Möglichkeit, bereits am Anfang des Studiums erste internationale Erfahrungen zu sammeln, ist auch für die Studierenden eine wichtige Motivation: "Ich bin vor allem hier, weil ich so einmal aus Wien herauskomme", sagt Lukas Rösch. "Und Jena hat wirklich eine ganz besondere Atmosphäre, denn hier gibt es so viele junge Menschen", schwärmt der 20-Jährige. Daher standen für ihn und seine Kommilitonen in dieser Woche nicht nur physikalische Versuche auf dem Programm, sondern auch der Besuch des Planetariums - und natürlich die Erkundung der Wagnergasse.


Kontakt:

PD Dr. Katharina Schreyer
Physikalisches Grundpraktikum der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947233
E-Mail: k.schreyer[at]uni-jena.de



(pressrelations) - ud herauskommen


"Keine Angst, eine Stewardess bekommt bei einem Transatlantikflug deutlich mehr Strahlung ab", sagt Prof. Dr. Andreas Drauschke. Ihm gegenüber sitzen fünf Studierende und sind nach dieser Aussage merklich beruhigt. Denn gleich sind sie dran und sollen mit radioaktivem Cäsium experimentieren.

Die jungen Leute studieren Biomedizinische Technik an der Fachhochschule Technikum Wien (FH Technikum Wien) und sind derzeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Gast. Noch bis Freitag (24.01.) absolvieren sie hier gemeinsam mit rund 50 Kommilitonen ein einwöchiges physikalisches Laborpraktikum. "Wir können hier Experimente durchführen, die in Wien nicht möglich sind, aber fundamental für das Studium", sagt Andreas Drauschke, der die Studierenden betreut. "Das Jenaer Praktikum ist damit eine ideale Ergänzung zum regulären Studienplan", so der Lektor von der FH Wien.

Die Jenaer Universität und das Institut für Biomedizinische Technik der FH Technikum Wien arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen. Seit 2010 besteht eine offizielle Kooperationsvereinbarung. "Wir tauschen Ausbildungsmaterial aus und geben uns gegenseitig Feedback, wie wir die Lehre - insbesondere die Laborpraktika - noch weiter verbessern können", sagt Andreas Drauschke, der in Jena studiert und promoviert hat. Die noch immer engen persönlichen Kontakte gaben auch den Anstoß für die deutsch-österreichische Zusammenarbeit.

Im vergangenen Jahr kamen schließlich erstmals Wiener Studierende für das Laborpraktikum in die Saalestadt. Das Praktikum ist ein freiwilliges Angebot. Zudem zahlen die Studierenden Anreise und Unterkunft selbst. "Dennoch war die Resonanz so überwältigend, dass sich in diesem Jahr fast doppelt so viele Studierende angemeldet haben", berichtet die Leiterin des Physikalischen Grundpraktikums der Uni Jena, PD Dr. Katharina Schreyer. "Wir freuen uns sehr, dass die Jenaer uns erneut so herzlich empfangen", ergänzt Andreas Drauschke. Immerhin sei eine so enge Zusammenarbeit zwischen einer Universität und einer Fachhochschule nicht selbstverständlich, betont er.



Die Wiener Studierenden beschäftigen sich in Jena nicht nur mit Radioaktivität, sondern auch mit den Eigenschaften von Röntgenstrahlung, Mikrowellen und Ultraschall. Zukünftig ist geplant, dass auch Jenaer Studierende nach Wien reisen. "Es ist uns einfach wichtig, dass die Studierenden andere Herangehensweisen kennenlernen und so aus ihrem eigenen Sud herauskommen", sagt Drauschke.
Die Möglichkeit, bereits am Anfang des Studiums erste internationale Erfahrungen zu sammeln, ist auch für die Studierenden eine wichtige Motivation: "Ich bin vor allem hier, weil ich so einmal aus Wien herauskomme", sagt Lukas Rösch. "Und Jena hat wirklich eine ganz besondere Atmosphäre, denn hier gibt es so viele junge Menschen", schwärmt der 20-Jährige. Daher standen für ihn und seine Kommilitonen in dieser Woche nicht nur physikalische Versuche auf dem Programm, sondern auch der Besuch des Planetariums - und natürlich die Erkundung der Wagnergasse.


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Datum: 18.12.2014 - 01:15 Uhr
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