Lausitzer Rundschau: Alles schon erledigt
Die SPD und die Edathy-Affäre
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keinen ähnlich widerlichen Skandal mehr gegeben wie den um den
SPD-Politiker Sebastian Edathy. Nicht nur wegen des Vorwurfs der
Kinderpornografie. Bei der laufenden politischen Schlammschlacht geht
es um die Mitverantwortung führender Politiker und Beamter für jenen
offensichtlich erfolgten Geheimnisverrat, der dazu führte, dass
Edathy vorgewarnt war. Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)
hat dafür bereits mit dem Amt bezahlt. Schwer wird durch Edathys
Aussagen jetzt sein Abgeordneten-Kollege Michael Hartmann belastet,
ebenso der damalige BKA-Chef Jörg Ziercke. Die SPD würde die Affäre
gern auf dieser Ebene belassen, zwei opfern, die ohnehin schon weg
oder politisch erledigt sind. Hartmann hat eine Drogen-Affäre hinter
sich, Ziercke ist pensioniert. Doch das wird wohl nicht mehr
funktionieren. Denn eines ist deutlich geworden: CSU-Mann
Friedrich hat die SPD-Spitze damals in guter Absicht eingeweiht. Er
konnte nicht ahnen, was für ein geschwätziger Haufen mit dieser
Information anschließend herumspielte. An der Spitze Thomas
Oppermann. Über ihn ist in dieser Affäre der massive Eindruck
entstanden, sich unaufrichtig verhalten zu haben, um sich selbst aus
der Affäre zu ziehen.
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Datum: 18.12.2014 - 20:57 Uhr
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